Kent, William, Maler und Architekt von York , ein Künstler, dessen Namen mit Ruhm genannt wurde, der ihm aber nicht als Maler gebührt, obgleich er in Rom die Schule des B. Luti besucht hatte. Er blieb in der Malerei immer weit zurück. Er konnte keine Figur zeichnen, und in seinen Compositionen herrscht Unsinn. Hogarth machte ihn öffentlich zum Gespötte, als Kent in St. Clement ein Altarbild aufstellte. Besser ging es ihm als Architekt, denn er hatte den Lord Burlington an der Seite, und man behauptet, dass der Lord seine eigenen Entwürfe oft unter Kent’s Namen ausgegeben habe. Nach seinem Plan wurde der Palast in Holkham in Norfolk erbaut, ein Werk von fürstlicher Pracht, doch nicht in allen Teilen harmonisch. Der Architekt Brettingham gab 1761 die Beschreibung mit dem Plane heraus. Besonderen Beifall erwarb er sich durch seine Ornamentzeichnungen, und in den Verzierungen gab er lange den Ton an. Dann hat er auch den Ruhm, der Schöpfer der neuen Gartenanlagen zu sein. Kent genoss auch Ehren; nach Jervas Tod wurde er Hofmaler , eine Stelle, die er am wenigsten versehen konnte. Daneben hatte er noch andere Bedienstigungen. Dieses Künstlers haben wir schon einmal unter J. Jones gedacht, als Herausgeber des Werkes jenes Künstlers. Nach J. Jones hat er auch einige Architekturstücke radirt: Wer eine ausführliche Biographie dieses Mannes wünscht, den verweisen wir auf Walpole. Im Jahr 1748 ereilte ihn der Tod. J. Rigaud hat nach seiner Zeichnung die Vermählung des Prinzen von Oranien geätzt, und Hogarth das Altarblatt in der Kirche St. Clement. Allein Letzterer zog die Sache ganz in’s Lächerliche.
Kentler, s. Kandel.
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