Keller, Georg, Maler und Kupferstecher , wurde zu Frankfurt
a. M. geboren, und von Jost Ammann und Ph. Uffenbach in der Kunst
unterwiesen. Er liess sich in Nürnberg nieder, und hier ereilte ihn um 1640 auch der Tod. Dieser G. Keller malte Landschaften, die grössere Anzahl seiner Werke besteht aber in radirten Blättern, nach den beiden erwähnten Meistern u. a. gefertiget. Besonders war es Sigmund Feuerabend, der ihm Gelegenheit verschaffte, seine Radirnadel in Thätigkeit zu setzen. In mehreren Werken, welche bei ihm erschienen, findet man Blätter von Reller.
Lipowsky lässt ihn noch 1660 in seiner Vaterstadt arbeiten.
Man hat von seiner Hand:
Eine Folge von Schlössern, Städten und Landschaften, mit und 1605 datirt, nach Ph. Uffenbach.
Ansicht der trajanischen Säule, 1613, fol.
Die Krönung Kaiser Ferdinand II. 1627, fol.
Das bayerische Wappen, in einer Rundung, mit Früchten in den Ecken, 12.
Andere seiner Blätter sind in der Historia Antipodum oder Neuen
Welt. Das ist Natur und Eigenschaft des halben Theils der Erden etc. Durch J. L. Gottfried. Frankfurt, bei M. Merian, 1655. Ferner in J. Jacobi’s Uebersetzung des Vegetius. Frankfurt 1616, tol. Für die Werke Jacobi’s von Wallhausen scheint Keller viele Blätter geliefert zu haben. Dann hat man von ihm auch viele Büchertitel und Vignetten.
Es müssen sich von Keller auch noch Zeichnungen finden, wenn es wahr ist, dass der Künstler so viele gefertiget, dass man einen
ganzen Heuwagen damit hätte füllen können, wie Sandrart benach-
richtet.
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