Kaehsmann, Joseph, Bildhauer, wurde 1784 in Wien geboren, wo sein Vater gleiche Kunst übte. Der Sohn gewann an der Akademie seiner Vaterstadt alle Preise; die goldene Medaille durch eine runde Gruppe, welche Alexander, das Orakel befragend, vorstellt. Im Jahr 1823 ging er als k. k. Pensionär nach Rom und viele seiner genialen Leistungen aus jener und der Folgezeit wurden in der Akademie der Künste in Wien aufgestellt. Nach der Heimkehr wurde er Professor an derselben. Man hat von diesem Künstler gelungene Nachbildungen vorzüglicher Antiken: ein Basrelief des
homerischen Königshelden, dem das Los zum Kampfe gegen Troja aus dem Helme springt, jetzt im Meidlinger Badhause; Jason und Medea für Kaiser Franz I, ausgeführt; eine lebensgrosse Psyche; den Merkur, ebenfalls lebensgross; die kleine Figur des Amor; vortrefflich ausgeführte Gypsmodelle von acht Statuen: Vesta, Juno, Cybele, eine Dryade, Aurora, Apoll, Hesperus, Diana; erstere die Elemente, letztere die Tagszeiten vorstellend. Von ihm sind auch die Fronten auf dem Laurenzer Gebäude in Wien , die Kanzel der St. Michaels-Kirche daselbst und viele Gruppen und einzelne Figu- ren in ungarischen Palästen und Gärten, wie im gräflich Bathiany- schen Palaste zu Kis-Ber.
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