Juvara, Franz

Juvara, Franz, der Bruder des Obigen, war ein berühmter Kupferstecher , dessen Arbeiten in Silber in Frankreich und England sehr hoch geschätzt wurden. Für den Prinzen Camillo Pamfilì führte er ein kostbares Ostensorium aus, welches auf 130.000 römische Thaler geschätzt wurde;

Juvarino » S. Vivarino.

Juv

enel, Friedrich, Maler, ein Niederländer von Geburt, machte sich durch seine perspektivische Ansichten von Kirchen und ande- ren Gebäuden einen Namen. Darunter sind mehrere Interioren, die mit besonderem Beifalle aufgenommen wurden.

Der ältere Jouvenel übte seine Kunst in Nürnberg , und hier er- hielt ihn der Tod.

Murr erwähnt in seinen Merkwürdigkeiten von Nürnberg eines Gemäldes, das zu seiner Zeit in dem sogenannten Söllerlein auf der Burg hing, und Christus mit den Pharisäern und der Sünderin vorstellt.

enel, Paul, Maler und Sohn des Obigen, genoss den Unterricht seines Vaters und wurde nachher ein Schüler des Adam Elzheimers, den die Italiener Adamo Tedesco oder Adamo di Francoforte nennen, und sein Hauptzweck war gleichfalls die Perspectiv-Malerei. Er schmückte den kleinen Rathhaussaal zu Nürnberg mit Gemälden, die wirklichen Kunstwerth haben. Das mittlere Deckengemälde ist eine allegorische Darstellung aller Tugenden, mit denen ein Re- gent, hier versinnlicht in der Figur eines deutschen Kaisers, ausge- stattet sein soll, und die seinen Thron gleichsam umgeben müssen. Es ist, wie fast alle Bilder dieser Art, in zwei Hälften geteilt, in- dem ein Theil der Handlung in den Wolken vor sich geht, der andere vor dem Throne auf der Erde. In weiteren zwei Ovalen ist Hora- tius Cocles vorgestellt und Attila’s Einzug in Rom; die zehn klei- neren Gemälde stellen Scenen aus der römischen Geschichte dar.

Im Rittersaale auf der Burg hängen zwei große Gemälde von ihm, welche Weisheit, Gerechtigkeit und Stärke vorstellen.

Im Jahr 1614 malte er nach den Holzschnitten Albrecht Dürer’s vier Gemälde aus dem Leben der Maria. Sie sind alle auf Holz gemalt und 3 Sch. 6 Z. hoch, 2 Sch. 2 Zoll 8 L. Pariser Maass breit. Diese Gemälde kaufte in neuerer Zeit der Vorsteher U. L. Frauenpfarrkirche zu Bamberg und hing sie in der Kirche auf.

Paul Juvenel wurde auch immer für den Verfertiger der Copien von Dürer’s vier Aposteln auf der Burg in Nürnberg gehalten, die aber dem bayerischen Hofmaler Nik. Vischer angehören und sogar von vielen für Originale gehalten wurden. Dagegen aber fertigte Juvenel die Copie von Dürer’s herrlichem Gemälde der Himmelfahrt Maria, welche sich noch zu Frankfurt befindet. Der kunstliebende Churfürst Maximilian I. von Bayern erwarb von den Mönchen des dortigen Dominikaner-Klosters dieses von Albrecht Dürer mit ungemeinem Fleisse und Liebe gemalte Bild, und liess ihnen durch Juvenel, da sie sich ungerne von dem Gemälde trennten, jene Copie verfertigen, die auch öfter für Original galt.

Juvenel arbeitete auch viel zu Wien und Pressburg, wo er 1643 starb, und drei Söhne hinterließ, die alle Künstler wurden.

enel, Friedrich, Maler und älterer Sohn des Obigen, dessen Lebensverhältnisse aber unbekannt sind. Er malte ebenfalls perspektivische Darstellungen.

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