Julien, Peter — Bildhauer

Julien, Peter — Bildhauer, wurde 1731 zu St. Poulin (Ober-Loire) geboren, und zu Puy bei einem Bildhauer Samuel in den Anfangs- gründen der Kunst unterrichtet, bis er nach Lyon zu Perache kam. Mit einem Preise beschenkt ging er nach Paris zu W. Coustou, besuchte hier zehn Jahre die Akademie und dann erst concourirte er um den grossen Preis, welchen er durch das Basrelief mit Sabi- nus, wie dieser den Vestalinnen seinen Wagen leiht, um vor den Galliern zu fliehen, auch wirklich erhielt. Schon hatte er den Ruf eines der besten französischen Bildhauer, als er Rom be- suchte, um seine Ausbildung zu vollenden. Vier Jahre lebte er in dieser Stadt mit der Kunst beschäftigt, und während dieser Zeit führte er drei Schuh hohe Copien des Apollo von Belvedere und des Borghesischen Fechters aus. Nach seiner Rückkehr half er sei- nem Meister bei Verfertigung des Monumentes für den Dauphin

und die Dauphine, und er wagte es auch bei der Akademie, sich zu melden, deren Thüre ihm aber die Cabale verriegelte, worüber Julien den Muth so sehr verlor, dass er sich bei einem Bildschnit- zer in Rochefort in Condition begab. Endlich ermannte er sich wieder, und übergab seinen sterbenden Krieger der Akademie, worauf sie ihn agregirte, und im folgenden Jahre zum wirklichen Mitgliede aufnahm. Julien hatte seinen Krieger in Marmor ausge- führt, und diese Statue soll nach dem Urtheile Lebreton’s, des Verfassers einer historischen Notiz über den Künstler, ganz dem Charakter der Antike gemäss seyn. Die Revolution verscheuchte die Künste, und Julien erschien daher erst 1802 wieder mit seinen Werken, deren einige schon früher bewundert wurden, was jetzt nicht mehr der Fall ist, da die Plastik einen andern Um- schwung gewonnen. Damals wurde er Mitglied des Institutes und Professor an der Specialschule. Als seine Hauptwerke nennt man die Statuen von Lafontaine und Poussin, die Badende, damals in der Gallerie des Erhaltungs-Senates. Die letztere hielt man in jener Zeit für die schönste weibliche Bildsäule der neueren Zeit. Poussin’s Statue war seine letzte Arbeit. Im Jahr 1804 ereilte ihn der Tod, und der Moniteur vom 8. Oct. lieferte seinen Necrolog. Julien radirte in Rom auch einige Köpfe,

Julien; Simon, Zeichner und Bildhauer zu Paris um 1770. Er zeichnete verschiedene Genrestücke, deren A. Carröce, Pruneau und L. Julien etliche gestochen haben;

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