Julien de Parme, J. A.

Julien de Parme, J. A., Maler von Cavigliano bei Locarno , wo er 1756 geboren und im äussersten Elend erzogen wurde. Die An- fangsgründe der Kunst, zu welcher ihn seine Neigung mit aller Gewalt zog, erlernte er zu Craveggia in Vigezzo Thal bei Jos. Borgnis. In seinem 13. Jahre kam er nach Bourges , und dann in verschiedene andere französische Städte, unter Entbehrungen und Unfällen aller Art, da er sich durch Bildnissmalen mit genauer Noth vor dem Hungertode schützen konnte. Um 1759 durchzogen Italien , be- suchte Genua, Florenz, Pisa und Rom mit nicht grösserem Glücke, da es ihm immer noch an tüchtigen Kenntnissen fehlte. Endlich erhielt er vom Hof in Parma einen Gehalt von 400 Lire, und jetzt fand er, Musse, an seiner Ausbildung zu arbeiten. Von dieser Zeit an brachte er verschiedene historische Gemälde zu Stande, zu wel- chen er den Stoff aus der römischen und griechischen Geschichte und Mythologie entlehnte. Diese Bilder kamen in den Besitz ver- schiedener Kunstfreunde. Mehrere erhielt sein Gönner, der Mini- ster Tillot von Parma, sein Freund Dieresens zu Antwerpen und auch Mancini Nivernois war sein Gönner. In Paris zählte er auch den Bildhauer Dejoux unter seine Freunde, aber zuletzt fehlte es ihm wieder an Beschützern und er soll in der letzten Zeit noch in Dürftigkeit gerathen sein. Im Jahr 1700 machte der Tod derselben ein Ende. In den Nouvelles des arts, 114 p. ist die Selbstbio- graphie des Künstlers zu lesen, neben der Angabe seiner Werke, die überhaupt grossen Beifall fanden. W. Benoist hat das Gemälde mit dem in Juno’s Armen schlafenden Jupiter gestochen.

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