Jeune, Louis François, Baron, Schlachtenmaler, wurde 1775 zu Straßburg geboren. Valezciennes unterrichtete ihn in der Kunst, und die bewegte Zeit, in welche seine Jugend fiel, bewog ihn, den Militärstand zu wählen. Er wurde Adjutant des General Ber- thier, und nach der Einsetzung des Königthums gelangte er zu dem Range eines Maréchal-de-camp d’état-major, als welcher er noch nach 1830 thätig war. Im Jahre 1803 erhielt der General Lejeune die grosse goldene Medaille des Museums, aber schon 1811 trat er mit Gemälden öffentlich hervor. Nach und nach sah man in den Salons verschiedene Schlachtbilder von seiner Hand, Scenen, denen er als Augenzeuge beigewohnt, und die er an Ort und Stelle gezeichnet hatte. In seinen Compositionen herrscht daher historische Richtigkeit und eine diesem Künstler eigenthüm- liche Deutlichkeit. Alles, bis zu den Einzelnheiten des Landes, ist bei ihm genau dargestellt, und durch die interessanten Neben- umstände ist Trockenheit und Monotonie stets vermieden. Von seinen Gemälden sah man zeitweise: den Brand von Charleroi 1800; die Schlacht von Marengo, vom ersten Consul erworben und von Coigny gestochen; die Landschlacht von Aboukir; die Schlacht am Berge Tabar, gestochen von Bovinet; die Schlacht von Lodi , ; die Schlacht an den Pyramiden, in Concurrenz mit Henne- quiu ausgeführt ; die Schlacht von Samo-Sierra in Castil- lien; Jourdan’s Uebergang über den Rhein; die Schlacht an der Moskwa; die Schlacht von La Chiclana 1824; die Einnahme von Saragossa 1827.
Marschall Lejeune ist Ritter des Ludwigsordens und Commandeur der Ehrenlegion.
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