Jentzsch, Johann Gottfried, Zeichner, Kupferstecher und kgl. sächsischer Hoftheatermaler, geb. zu Hinter-Jessen 1750, gest. zu Dresden 1820. Dieser Künstler verrieth schon frühzeitig viel Kunst- talent, und benutzte die romantischen Umgebungen seiner Heimath zur mehreren Ausbildung, indem er Felsemparthien, Bäume und andere Gegenstände aufnahm, welche, als er später nach Meissen kam, viel Bewunderung fanden. In der Fabrik daselbst machte er solche Fortschritte, dass er schon im Jahre 1780 als fähiger Land- schaftsmaler gebraucht werden konnte. Nach Beendigung seiner Lehrjahre (1785) benutzte er die Nebenstunden zum Studium der Architektur , Perspektive und Kupferstecherkunst; auch entwarf er viele Risse und Zeichnungen zu Privat- und öffentlichen Gebäu- den, von welchen in und um Meissen mehrere in Ausführung kamen.
Als Kupferstecher begann er 1789 Ansichten der sächsischen Schweiz in Aberlischer Manier zu bearbeiten und herauszugeben, von welchem Werke selbst Künstler sagen, dass noch Niemand diese Manier so wahr, und gut erreicht habe. Dieses machte ihn im Auslande sehr bekannt, und verschaffte ihm den Ruf nach Dresden (1797), um im kgl. Hoftheater die erste Dekoration zu einer Oper, als einen Versuch, zu malen. Er erwarb sich damit grossen Beifall, und endlich erhielt er nach mehreren höchst gelungenen Proben 4800 die Stelle eines churfürstlichen Hofmalers, als welcher er fortwährend den ungeteiltesten Beifall fand. Der Hof schickte ihn zur Vollendung seiner Kunstfertigkeit nach Italien, wo er die Eunstachätze sorgfaltig benützte, und sich mit Aufnahme schöner Gegenden, besonders Tivoli’s, beschäftigte. Im Jahre 1803 kam er nach Dresden zurück, wo er im folgenden Jahre zur Oper Achilles die erste Dekoration fertigte. Sein Fleiss, sein Talent, seine theo- retischen und praktischen Kenntnisse erwarben ihm 1810 neben seiner Beschäftigung als Hofmaler auch die Lehrstelle der Perspek- tive bei der k. Akademie der Künste, wo er mit regem Eifer wirkte und seiner Verdienste wegen 1824 vom Könige zum wirklichen Mitgliede der Kunstakademie ernannt wurde. Seine ausgezeich- neten Kenntnisse in mehreren vorzüglichen Fächern der Kunst,
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