Jelgerhuis, Rienk

Jelgerhuis, Rienk, Maler, Zeichner und Kupferstecher , wurde 1720 zu Lecuwarden geboren und unter den Werken, welche ihn besonders bekannt machten, sind seine Porträts in Crayon zu er- wähnen. Er besass die Gabe, in sehr kurzer Zeit ein wohlgleichendes Bildnis zu fertigen. In den Sommertagen lieferte er deren öfter zwei in einem Tage, und doch fand er noch Zeit zum gemächlichen Essen und um sich zu ergehen. Die Porträts, welche er während seines Lebens fertigte, belaufen sich, nach einer Angabe in seinem Nachlasse, auf 7763 Stücke.

Jelgerhuis malte auch in Öl, und besonders gut und täuschend wusste er musikalische Instrumente darzustellen. Auch in perspek- tivischer Zeichnung war er stark, so wie er sich denn die Perspektive zum besonderen Studium machte. C. Philips Jacobsz bediente sich seiner Kunst bei der Herausgabe des Werkes: Uitvormig Onder- wijs in de Perspectiva, Amsterdam , 1760. Er selbst hinterließ ein handschriftliches Werk über perspektivische Zeichnung, und dass er diese Kunst wohl verstanden, beweisen die Zeichnungen, welche er geliefert, wie jene der Geschichte Joseph’s, ein Werk, welches A. Jel Tema besungen hat.

Dann hat Jelgerhuis auch in Kupfer geätzt, und einige Porträts führte er in Mezzotinto aus, wie jene von:

  1. J. Buma,
  2. Angemeer, Schauspieler .
  3. Mejufvrouw van Maarle, u. a.

Er stellte sich auch selbst im Kupferstiche dar, mit der Brille von seiner Erfindung auf der Nase, die er beim Zeichnen anwen- dete. Jelgerhuis war auch ein sehr unterrichteter und belesener Mann, und immer heiteren Humors, wie er war, hatte er auch nichts dagegen, als 1806 der Tod nahte.

Ausführlich ist über diesen Künstler in R. van Eynden’s Gesch. der Vaderland. Schilderk. II. 204 ff. gehandelt.

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