Jefinow, Architekt in St. Petersburg , bildete sich dort auf der Akademie der Künste, die er verließ; Im Jahre 1827 ging er nach Rom ; um daselbst seine Studien fortzusetzen; seine späteren Schicksale wissen wir aber nicht.
Jegher, Christoph; trefflicher Kupferstecher ; der hinsichtlich seiner Lebensverhältnisse ziemlich unbekannt ist. Er war ein Deutscher und die Angabe seines Geburtsjahres schwankt zwischen 1578 und 1580; Um 1620 kam er nach Antwerpen , wo er die Aufmerksamkeit des berühmten Rubens auf sich zog, der ihn fortan unter seiner Aufsicht beschäftigte. Jegher schuf mehrere seiner Zeichnungen in Holz und von den Abdrücken dieser Platten sind die mit Rubens Adresse die ersten und besseren. Nach Rubens Tod brachte Jegher die Stiche an sich, und jetzt nahm er die frühere Adresse hinweg und setzte seinen Namen hinzu. Die Abdrücke dieser Art sind die späteren und weniger zu schätzen, als die früheren; Das Todesjahr des Künstlers ist unbekannt; man nennt 1660 und 1670 als solches.
Schneidekunst. Sie sind streng und korrekt in den Umrissen, geist- reich ausgeführt, und dabei bieten sie ausdrucksvolle Köpfe. Die> meisten sind in Helldunkel, und die schönsten und seltensten nach — Rubens gefertigt, /
Die Begräbnis der heiligen Jungfrau, nach Rubens: Christoffel Jegher sc. H. 12 Z. 1 L., Br. 16 Z. 5 L.
Christus am Kreuze zwischen den Räubern, unten Maria, Jo- hannes, Magdalena und andere Figuren, mit C. I. 1637 be- zeichnet, und nach F. Frank gefertigt. H. 6 Z. 4 L., Br. 5 Z. 7 L.
Esther vor Ahasverus, ohne Namen und wohl zweifelhaft. H. 5 Z. 9 L., Br. 4 Z. 10 L. !
Die Ruhe in Aegypten, Helldunkel nach Rubens, gr. qu. fol.
Susanna mit den Alten, nach Rubens, H. 16 Z. 5 L., Br. 22 Z. 5 L.
Der trunkene Silen, von zwei Satyrn geführt, nach Rubens, fol.
Jesus und Johannes mit dem Lamme spielend, nach Rubens, ät. qu. fol. }
Christus vom Teufel versucht, nach Rubens, H. 11 Z. 5 L., Br. 15 Z. 10 L. 7
Ruhe auf der Flucht in Aegypten, Engel spielen mit dem Lamme, Helldunkel nach Rubens, gr. qu. fol. Sehr selten mit den Mitteltinten, und ein Hauptblatt mit Rubens Adresse.
Herkules bekämpft den Neid und die Zwietracht, nach Rubens, H. 20 Z., Br. 13 Z. 1 L. ;
Die heilige Jungfrau mit dem schlafenden Kinde, nach Ru- bens, fol.
St. Georgs Hampf mit dem Drachen, ohne Namen des Malers und Formschneiders, ;
St. Hieronymus in der Wüste mit Buch und Crucifix, ohne Namen.
Mehrere Liebende in Unterredung, darunter Rubens etc. H. 16 Z. 8 L., Br. 42 Z. }
Die Krönung der hl. Jungfrau, nach Rubens. H. 8 Z. 6 L., Br. 5 Z. 1 L.
Mariä Himmelfahrt, nach demselben. H. 7 Z. 4 L., Br. 5 Z. 1 L.
Ferdinand, Cardinal-Infant von Spanien, nach Rubens. H. 12
Das Bildnis eines Mannes mit einem dicken Barte, Helldun- kel nach Rubens, kl. fol. Sehr selten.
Diesem Künstler gehören vielleicht auch die 40 Holzschnitte des Lebens und Leidens Christi nach A. S. A. Sallaert’s Erfindung an: Der Formschneider hat sich hier mit C. I. bezeichnet, was wohl Incident Chr. Jegher bedeutet. H. 3 Z. 3 1/4 L., Br. 2 Z. 5 L. Diese Blätter scheinen zu einem Andachtsbuche gefertigt worden zu sein, da es Abdrücke mit lat. Text auf der Rückseite gibt. Von ihm sind wohl auch die Thiere in: Joan. Eusebii Nierembergii historia naturae maximae peregrinae, Antv. ex offic. Plant. MDCXXXV. fol. Die Blätter sind mit C. I. bezeichnet. Ferner die Vignetten in dem Werke: Antiquitathm et annalium Trevirensium — aucto- ribus Ch. Browero et J. Masenio MDCLXXI. fol. ’ ‚
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