Jardin, Nicolaus Heinrich

Jardin, Nicolaus Heinrich, Architekt von St. Germain-des-Prés, bildete sich in Italien , und machte besonders in Rom fleißige Studien. Hier stach er auch einige architektonische Blätter, wozu er die Gegenstände den classischen Überresten der Baukunst entnahm. Im Jahre 1755 wurde er nach Copenhagen berufen, um daselbst an der k. Akademie eine Professur der Baukunst zu übernehmen, und zugleich erhielt er nach Thuras Tod die Stelle eines Intendanten der k. Gebäude. Der König Friedrich V. verschaffte ihm Gelegenheit, durch den Bau einer Kirche zum Andenken an die dreihundertjährige Dauer des Hauses Oldenburg sein Talent zu zeigen. Der Grundstein zu dieser Kirche von Marmor wurde schon 1740 gelegt, doch zogen die Vorbereitungen den Bau in die Länge. Nähere Auskunft findet man darüber in Weinwich’s Historie i Danmark. Kioebenhavn 1811, und eine Zeichnung in Pantomidan’s Atlas Daniae H. 204. Jardin wurde in Dänemark auf mehrfache Weise beschäftigt, sowohl durch den Entwurf von Plänen, als durch Bauten. Er fertigte den Plan zum Palaste von Amaliegade, zum Rittersaale im Schlosse Christiansburg etc. Dann fertigte er Zeichnungen zu Decorationen, Triumphbögen und zum Cataloge Friedrich V., der auch durch Kupferstich bekannt wurde. Sein Werk ist ferner das Gräflich Moltke’sche Palais. Im Jahre 1771 ging Jardin nach Frankreich zurück und 1790 starb er zu Paris, im 79. Jahre. Er war Mitglied der Akademien zu Paris , Copenhagen, Florenz und Bologna , ein Künstler von Ruf.

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