Janus Secundus war einer der ausgezeichnetsten lateinischen Dichter seiner Zeit, und seine Gedichte wurden in alle gebildeten Sprachen Italiens übersetzt. Eine neue Ausgabe in französischer Sprache besorgte M. Loraux 1812 zu Paris

Janus Secundus war einer der ausgezeichnetsten lateinischen Dichter seiner Zeit, und seine Gedichte wurden in alle gebildeten Sprachen Italiens übersetzt. Eine neue Ausgabe in französischer Sprache besorgte M. Loraux 1812 zu Paris , und hier wird im Vorberichte von seiner Geschicklichkeit als Maler und Bildhauer gesprochen. Der Dichter selbst spricht von seinem Künstlerberuf in den Briefen an Freund Jan van Schoreel, der damals in Utrecht lebte. Er meißelte das Bildnis seiner Geliebten Julia nach einem Gemälde Schoreel’s, und dieses Bildnis steht vor den verschiedenen holländischen Ausgaben seiner Gedichte. Doch weiß man nicht, ob er das Bildnis auch selbst gestochen hat. Schoreel hat nach Jan’s Bildnis gemalt, welches in das Stadthaus im Haag gebracht wurde. Ein anderes Bildnis von Janus besass der Dichter J. Spex, und später kam es in den Besitz von Const. Huygens. Vor der Pariser Ausgabe ist ebenfalls Johannes Bildnis, von Portmann gestochen, doch weiß man nicht nach welchem Originale. Auch ist es ungewiss, ob sich von Janus noch Zeichnungen, Gemälde und Sculpturen finden. Nachrichten über diesen Dichter und Künstler findet man in der Gesch. der vaderlandseche Schilderkunst door K. van Eynden en A. van der Willigen I, 12 f., und im Kunstblatt vor Dr. Schorn 1820 Nro. 23. a- heißt es auch noch, dass er Künstler dem Schoreel die Büste des Erzbischofs von Palermo übersandt habe, um sein Urtheil darüber zu vernehmen. Der Brief ist von 1533, wir wissen aber nicht, wohin diese Bildnisse gekommen.

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