Janson, Jacobus, Zeichner, Radierer und Maler, wurde 1720 zu Amboina im holländischen Ostindien geboren, kam aber schon im achten Jahre mit seinen Eltern nach dem Mutterlande zurück, wo er in Kriegsdienste trat und als Ingenieur-Offizier mehrere Jahre diente, Neben den Fortifications-Planen zeichnete er auch Landschaften, und durch eifriges Studium nach der Natur gelangte er endlich zu großer Vollkommenheit. Er zeichnete Landschaften mit Thieren, und solche stellte er auch in Gemälden dar, da er in der Folge den Kriegsdienst verliess, um sich ausschliesslich der Malerei zu ergeben. Seine Bilder sind gefällig, und man findet deren in anscheinenden Sammlungen. Einige sind in A. van de Velde’s Manier ausgeführt, und zwei solche wurden aus der Sammlung von Gildenmeester um 205 Gulden verkauft. Als sein Meisterstück achtete man eine Gebirgslandschaft in der Sammlung des J. van Biesde zu Leyden. Im Vorgrunde stehen zwei Ochsen im Wasser, auch einen Esel und Schafe und Böcke sieht man auf dem Bilde, so wie den Hirten, wie er mit einem Weibe spricht.
Janson starb 1784. Er hinterliess neben seinen Gemälden auch noch geätzte Blätter, und ihre Zahl soll sich an hundert Stücke belaufen. Es sind dies kleine Landschaften nach eigener Zeichnung u.a. Dieses ist ferner der J. Janson des Basan, von welchem Füssly im Supplemente zum Künstler-Lexicon sagt, dass er mehr als andere über den Künstler wissen will. Und Basan hat wirklich mehr über ihn gewusst, als Füssly. Nun seine Blätter:
1—13) Eine Folge von 13 numerirten Landschaften mit Staffage, die Monate, mit dem Titel: De gecouleurde Teekingen van de 12 Maanden door J. Janson getekent en geëtst berussen. in de Collectie van den wel Edelen Heer Kerkmeester van Buren tot Leyden 1783. qu. 4.
Bei Weigel (Cat. IV. S. 20) ist dieselbe Folge der Monate, auch in wenig vollendeten Abdrücken, vor den Lüften, vor den Namen, u. s. w. angezeigt, 14 Blätter, so geistreich, wie Zeichnungen. Wir wissen nicht, ob es viel solche Abdrücke gibt.
44–40) Eine Folge von Landschaften mit Vieh, und Viehstücke, 27 numerirte Blätter, qu. 8., kl. fol., kl. qu. fol. 41—45) Fünf Landschaften mit ziehenden Viehherden, fol. Die ersten Abdrücke sind vor den Numern.,
- Winterlandschaft mit Eisbahn und Mondschein, zu der obigen Folge gehörig. 47–48) Zwei Waldpartien mit kleinen Viehherden, qu. 8.
- Landschaft mit Wagen und Fußgänger, qu. 8.
- Landschaft mit Schweinhirt, qu. 12.
Das Werk dieser drei Janson, Vater und Söhne, ist bei Weigel auf 38 Thlr. gewertet.
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