Jansens oder Janssens, Cornelius

Jansens oder Janssens, Cornelius, Historien- und Porträtmaler . dessen Geburtsort nicht genau ermittelt werden kann. Sein Wir- kungshorizont begann in England und Sandrart behauptet auch, ‚er sei in London von flämischen Eltern geboren, wohin sich diese in den Kriegsunruhen geflüchtet hatten. Dagegen will Descamps u. A. wissen, dass Janssen in Amsterdam das Licht der Welt er- blickte, und dass er sich schon in dieser Stadt durch größere und kleinere Historien bekannt gemacht hätte. Ein Gleiches that er in London, wo Jansen in Diensten Karl I. stand, bis ihn die damali- gen unglücklichen Ereignisse nach Holland vertrieben. Auch hier folgte ihm Beifall, und er starb zu Amsterdam 1665 mit dem Ruf eines der ersten Porträtmaler.

Jansens hat das Lob eines trefflichen Coloristen und besonders lieblich sind in dieser Hinsicht seine früheren Werke. Indessen ist sein Farbenton immer gefällig und anziehend. Schon gerne be- diente er sich der Ultramarin-Farbe, selbst in der Carnation, so wie in seiner gewöhnlich schwarzen Draperie, und diesem Ultramarin schreibt man den eigenthümlichen Farbenzauber von Jansens Wer- ken zu. In der Physiognomie seiner Gestalten herrscht Seelenruhe und naive Unbefangenheit. Seine frühesten Werke in England sollen mit 1618 datiert sein. Besonders gibt es hier Bildnisse von seiner Hand. Mehrmals malte er den König. In der Gallerie zu Chiswick ist das Bildnis desselben, in jüngeren Jahren darge- stellt, in ganzer Figur mit einem Spaniel und im Grunde Landschaft. Dieses Bild ist sehr lebendig, fleißig in einem warmen,

klaren Ton gemalt. Walpole verzeichnet mehrere seiner Arbeiten und auch Dallaway zählt verschiedene auf, denn Jansens malte Vieles, zu London, zu Kent und anderwärts. Er hatte sich beim Adel beliebt gemacht, zuletzt aber wurde Van Dyck seinem Ruhm gefährlich. Jansens wetteiferte mit diesem Künstler und seine Ge- mälde haben vieles von dem Stil jenes Meisters. Fiorillo zählt in der Geschichte der Malerei in England mehrere Gemälde dieses Künstlers auf, und dieser Schriftsteller sagt, dass man diesen Jan- sens in England allgemein fälschlich Johnson nenne. In der Samm- lung des Konferenzrates Bugge zu Copenhagen war vor Kurzem noch die nackte Danae auf dem Ruhebette liegend, eine wollust- athmende Figur, die in mehreren Sammlungen für Titian galt. Das Bild ist mit dem Namen des Meisters bezeichnet.

Sein gleichnamiger Sohn war ebenfalls Maler. Dieser folgte dem Vater nach Holland, starb aber in Armut, da das Weib sein Ver- mögen vergeudete. Von ihm existiert ein

Bildnis des Herzogs von Monmouth, den Jansens jun. malte, als er sich zu seiner unglücklichen Expedition nach England einschiffen wollte.

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