Jakobs, Paul Emil

Jakobs, Paul Emil, Historienmaler aus Gotha , der Sohn des gros- sen Hellenisten, ein trefflicher Künstler, bildete sich um 1820 auf der Akademie der bildenden Künste in München , und von dieser Zeit an zierte er die Kunstausstellungen jener Stadt mit verschie- denen Bildern. Im Jahre 1820 sah man von seiner Hand einen

rossen Carton, welcher Merkur vorstellt, wie er den Argus über-

istet, und 1823 bewunderte man seine Episode aus der Sündfluth und das Bild mit Adam und Eva, welche den erschlagenen Abel fin- den. Im Carton war der am Felsen geschmiedete Prometheus. In der Folge begab sich Jakobs nach Rom , um die klassischen Werke jener alten Kunststadt zu studiren, und hier malte er 1825 die Erweckung des Lazarus, ein Bild mit lebendgrossen Figuren, welches grosse Aufmerksamkeit auf sich zog, und so fuhr er stets fort, immer schönere Früchte seines tiefen Studiums zur Schau zu stellen. Im Jahre 1829 sah man den Raub der Proserpina, ein Ge- mälde, das eben so gut gezeichnet als meisterhaft gemalt ist. Als be- sonders schön rühmte man den Kopf und den Unterleib Proserpinens,

und die Carnation habe der Künstler mit ebenso viel Wahrheit,

als Wärme behandelt. Die Werke dieses Künstlers erfreuen im Allgemeinen durch die Schönheit der Form. Seine Compositionen sind edel und ansprechend, korrekt in der Zeichnung und von heiterer Farbenpracht. Im Jahre 1835 erhielt er den Auftrag, im Schlosse zu Hannover Darstellungen aus der vaterländischen Ge- schichte zu malen, und auch hier gab er wieder glänzende Proben seines Talentes.

In früherer Zeit wendete er das Augenmerk auch auf die Litho- graphie. Er lithographirte die Bildnisse der in Gotha lebenden Philologen Bretschneider, Döring, Jakobs, Rost, Galletti etc., in Henning’s Verlag. Dass von E. Jakobs gemalte Bildnis des ge- heimen Hofrathes E schreibend, hat J. A. Freymann lithographirt.

Nagler's Künstler-Lex. VI. Bd. 26

Jakobs, in seinem Studienzimmer beim Lichte

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