Jacobe, Johann, nicht Jacobi, Maler und Kupferstecher , wurde 1733 zu Wien geboren, und daselbst widmete er sich anfangs unter Mytens der Malerei , bis er endlich bei Schmutzer dieselbe mit der Kupferstecherkunst vertauschte. Er leistete in der Mezzotinto-Manier Gutes, und hierin bildete er sich auf Kosten des k. k. Hofes in London aus. Nach seiner Rückkehr gewann diese Manier in Wien grossen Beifall, so wie nie in früherer Zeit, und die Anzahl seiner Blätter ist daher sehr bedeutend. Jacobe war Professor an der Akademie der Künste in Wien und k. k. Rath. Im Jahre 1797 ereilte ihn der Tod, und mehrere Schüler nannten ihn ihren Meister.
- Die grosse Hirschjagd bei Mondschein im Wasser: Prise du cerf au clair de lune et des flambeaux, herrliche Composition im grossen Style, nach F. Casanova, 1788., gr. roy. qu. fol.
Ein vorzügliches Hauptblatt im Schwarzdruck, und selten.
- Der Prinz von Nassau-Siegen, mit einem Reiter zu Pferd an der afrikanischen Küste von einem Tiger angefallen, grosse Composition, nach Casanova, gr. qu. fol.
- Die Wiener Akademie, mit den Bilanissen der Künstler, als Gegenstück zu Earlom’s Londoner Akademie, nach Quadal, gr. qu. fol. Im ersten Drucke vor der Schrift.
- Samson durch Delilas Verrätherei von den Philistern überwältigt, nach Rembrandt’s Bild in der Gräflich Schönborn’schen Galerie in Wien, gr. qu. fol.
- Der wilde Stier, welcher im Freien Hunde anfällt, gr. fol.
- Anton Stock, 8.
- Carl Anton Martini, nach Mösner, 8.
- Christoph Sonnleithner, nach Maurer, 8.
- Franz Ferdinand Schröter, nach Donat, 8.
- Joseph Prinz Regent von Schwarzenberg, nach Kolonitz, fol.
- Elisabeth Prinzessin von Würtemberg, 1783, fol.
- Lord George Germain, nach G. Romney, gr. fol. In England gestochen.
- Graf Ludwig de Barbiano, nach Reynolds, 8.
- Miss Monckton, nach demselben.
- Miss Meyer als Hebe, nach Reynolds, im ersten Drucke vor der Schrift.
- Ignazio de Gallo, nach Füger. Im ersten Drucke vor der Schrift.
- Ariadne auf Naxos, nach demselben.
Jacobello und sein Bruder Pietro Paolo, Bildhauer und Bau-
meister aus Venedig, die in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhun-
derts arbeiteten. Sie standen unter Leitung des Agnolo und A
stino da Siena, und nach und nach wurden sie selbst für ihre Zeit
treffliche Künstler. Sie fertigten 1383 in S. Domenico zu Bologna
das Marmorgrabmal des Rechtsgelehrten Giovanni da Lignano,
und 1394 meißelten sie auf einer Brüstung der S. Markuskirche
zu Venedig die 12 Apostel, den heil. Markus und Maria in Mar-
mor, einfache und ausdrucksvolle Gestalten, 54 Fuss hoch. Zwei
dieser Apostel sind in Cicognara’s Storia della scultura I. tab. X.
abgebildet. Cicognara, und Masini in der Bologna illustrata, brin-
gen auch handschriftliche Documente bei, dass beide Künstler die
armortafel von S. Francesco in Bologna verfertiget haben, ein
Werk, welches Vasari dem Agnolo und Agostino zugeschrieben hat.
Dann ist es ein manichfaltig wiederholter Irrthum, die obigen
Apostel seien jene Bronzefiguren, welche auf dem Grabmale Theo-
derich’s zu Ravenna gestanden. Jene Apostel, von colossaler
Größe, sind schon unter Ludwig XII. von den Franzosen wegge-
nommen worden.
Jacobello del Fiore, S. Fiore.
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