Jackson, John

Jackson, John, Maler zu London, ein trefflicher Künstler , sowohl im historischen Fache als besonders im Portraite. In seinen Wer- ken offenbaren sich große Vorzüge, und was er im Zweige der Bildnismalerei geleistet, kann man als Zierden dieser Art betrach- ten. Seine Porträts sind zugleich auch durch das Nebenwerk aus- gezeichnet, durch die Landschaft, durch Gerätschaften oder durch Staffage von Thieren. Wir können nicht genau bestimmen, ob dieses noch jener Jackson ist, der in Fiorillo’s Geschichte der Ma- lerei in England unter den Künstlern, welche zur glänzen- den Ausstellung Werke lieferten, erwähnt wird, und wenn sich

_ dieses so verhält, wie wir vermuten, so hat Jackson ein hohes Alter erreicht; denn er starb erst 1831. Während dieses Zeitraums sah man in London bei jeder Gelegenheit Bilder von seiner Hand. Er folgte Reynolds nach und besonderes Augenmerk richtete er auf das Colorit. Im Jahre wurde seine Darstellung des Cu- pido den gelungensten Werken des J. Reynolds an die Seite ge- setzt. Auch ältere Meisterwerke wählte er zur Nachbildung. Aus- gezeichnet ist seine Copie von H. Carracci’s berühmtem Gemälde der drei Marien. Immerhin aber bleiben die Porträts Jackson’s Hauptwerke, wie jene von Canova und Flaxmann. Man stellte ihn öfter dem Sir Thomas Lawrence an die Seite; allein er er- reichte nie dessen Grazie in den weiblichen Gestalten. Auch jenes

. dem Lawrence eigentümliche Farbenspiel konnte er nicht errei- chen. Dagegen ist er nach Passavant (Kunstreise etc. S. 200) stren- ger in der Zeichnung; das Charakteristische bei männlichen Bild- nissen hat er öfter bestimmter aufgefasst, als Sir Thomas.

Jackson hatte große Malerfertigkeit. Kurz vor seiner Abreise von Rom wünschte er noch ein Studium nach der Figur der gött- lichen Liebe aus Titian’s bewunderungswürdigem Gemälde in der Gallerie Borghese. Er brachte eine Leinwand mit in den Palast,

. und fing zu malen an, unter dem Gelächter aller anwesenden Künstler. Doch den zweiten Tag staunten sie, und den dritten, als das Bild vollendet war, brachen sie in Bewunderung und Lo- beserhebungen aus. Einmal malte Jackson fünf Porträts in Einem Tage. Mit Sonnenaufgang bereitete er die Palette und noch vor

. Sonnenuntergang standen die sehr ähnlichen Porträts fertig da,

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