Imhof, Heinrich

Imhof, Heinrich, Bildhauer von Bürglen im Kanton Uri , ein trefflicher, jetzt lebender Künstler , machte sich in Zürich mit den Grundsätzen der Kunst vertraut und hier fand er durch einen günstigen Zufall an dem menschenfreundlichen Ebel einen mächtigen Förderer, auf dessen Verwendung er 1820 nach Stuttgart in die Werkstätte des berühmten Dannecker kam. Hier sah Imhof die Kunst in ihrem höheren Wirkungskreise walten, ideale Gebilde erschaffen, und hier wurde in ihm auch die Lust erweckt, sich in eigener Schöpfung zu versuchen. Sein erstes Werk stellt den Achilles dar, in der Einsamkeit am Ufer des Meeres, nachdem er stolze Agamemnon dem Helden die tosendwängige Briseis entführt hatte, und der Künstler hat diese seine erste Aufgabe nicht unbefriedigend gelöst. Diesem Versuche folgten andere, und endlich wurde es ihm durch Unterstützung edler Freunde und Gönner möglich gemacht, nach Rom zu kommen und unter Thorwald-

Imhof oder Imhove. — Imparato, Francesco. 447

‚gen’s Leitung seine Studien fortzusetzen. Hier führte er für den

Freiherrn von Cötta eine schöne Copie von Thorwäldsen’s berühm-

tem Basrelief „die Nacht“. aus, und zwar mit ausnehmender Sorgfalt

und Zartheit des Meissels. Dieses Werk erwarb ihm allgemeinen

Beifall; aber auch noch andere fanden öffentliche Erwähnung, wie

das Basrelief in Marmor, welches Psyche vorstellt; wie sie mit der

Lampe in der Linken sich dem schaffenden Amor nähert, und mit

der Rechten einen Pfeil aus seinem Kächer zieht. Es sind dieses

schöne jugendliche Gestalten, voll Leben, und in den Ertremi-

täten besonders zart und bestimmt. Auch in Gruppierung und tech-

nischer Vollendung bleibt nichts zu wünschen übrig. Dann stellte er

den David dar, wie er, vom Siege über den Goliath zurückkehrend,

mit dem Haupte des Riesen in der Linken, und das Schwert schwin-

gend, im Triumph einhergeht u. s. w.

Im Jahre 1853 wurde der Künstler aus Rom nach Griechenland

berufen, um in Athen bei den Neubauten, und besonders bei der

Restauration alter aufgefundener Kunstwerke beschäftigt zu

werden. Er fertigte auch die Büste der Königin, und dieses Werk

ist in bezug auf Auffassung des Charakters, als auf Ähnlichkeit und

geschmackvolle Ausführung gelungen zu nennen:

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