Huve, Johann Jakob Maria, Architekt, wurde 1783 zu Ver- sailles geboren und von seinem Vater, einem ehemaligen Pensionär der Akademie in Rom , in den Anfangsgründen der Kunst unter- richtet, bis er unter die Leitung Percier’s sich begab. Im Jahre
1808 hatte er bereits das Lob eines geschickten Künstlers, und da- mals wurden ihm zwei Medaillen zu Theil. Später gewann sein Plan zur Erbauung eines Schauspielhauses in Tours den Preis; dann stand er beim Baue der Magdalenenkirche dem Architekten Vignon als Inspektor rühmlich zur Seite, bis er , nach dem
Tode desselben, zum Nachfolger als Architekt dieser prachtvollen Kirche ernannt wurde. Über die Kirche selbst lässt sich hier nichts sagen, weil er an den Plan Vignon’s gebunden war, und wir ver- weisen daher auf Vignon. Seine Geschicklichkeit erprobte er durch den Bau des eleganten Landhauses von St. Ouen, welches er aus Auftrag des Gouvernement errichtete; dann ist er der Erbauer des neuen Theaters der komischen Oper, das von Innen und Aus- sen geschmackvoll und bequem angeordnet ist. Vom Gesichts- punkte der Kunst betrachtet, macht ihm dieses 1820 eröffnete Opernhaus grosse Ehre.
Ferner beteiligte er verschiedene Restaurationen in den Pariser Hos- pitien und in der Salpetriere, im Hospice Larochefaucault zu Mont- rouge, im Hotel - Dieu etc.
Auch die Umänderungen des Postgebäudes sind sein Werk. Huve ist Architekt der Regierung und des Schlosses zu Compiegne.
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