Hummel malte Historien, Bildnisse

Hummel malte Historien, Bildnisse, Genrestücke, Landschaften und Architekturstücke. In diesen Werken sind die Gesetze der Perspektive immer meisterhaft in Anwendung gebracht. Auch in der Gesamtwirkung, so wie in der Farbengebung, sind seine Ge- mälde vortrefflich, und in der Rundung verkünden sie nicht minder eine kunstreiche und gewandte Hand. In seinen Werken offen- bart sich immer ein origineller Künstler, der es genau versteht, seine Gestalten in ihrer Eigenart zu erfassen, Alles dem Charakter derselben anzupassen. Mehrere seiner Gemälde kamen zur öffentlichen Sprache, und man liess ihnen stets das gehörige Lob angedeihen. Im Jahre 1812 gefiel besonders die Abendandacht böhmischer Landleute auf dem Kreuzberge bei Töplitz , und 1816 nannte man die Kapelle mit Mondschein und Kerzenbeleuchtung ein meisterhaftes Bild. Er lieferte indessen mehrere andere Ge- mälde, in welchen die Wirkung des Lichtes trefflich verstanden ist. Dann hat man von seiner Hand verschiedene schöne heilige Bilder, und noch 1830 löste er eine höchst schwierige Aufgabe in seiner perspektivischen Ansicht von der Ecke der Schlossfreiheit nach dem Zeughause hin. Im Jahre 1832 stellte er die grosse Gra- nitvase in drei verschiedenen Momenten dar: im Atelier, auf dem Packhofe, im Lustgarten aufgestellt. Die Schale hat in jeder der verschiedenen Ansichten eine andere Farbe, weil sie polirt die Farbe der sie umgebenden Gegenstände annimmt.

Hummel hat ungewöhnliche Verdienste als Kenner und Lehrer aller auf Mathematik sich gründenden Theile der Kunst. Sein Wirken in diesem Fache war und ist noch groß. Es gibt fast keinen in Berlin gebildeten Maler, Architekten oder Bildhauer, der nicht von ihm die konstruierte Architektur, Perspektive, Op- tik gelernt hätte.

Im Jahre 1824 gab er sein Lehrbuch der freien Perspektive für Maler und Architekten heraus. I. Th. mit 27 Kupfert, 8.

Von ihm selbst gestochen hat man:

Dr. Martin Luther’s Leben und Apotheose, 12 Bl. nach eigener Composition, die vornehmsten Auftritte aus dem Leben des berühmten Reformators, Berlin 1806, 4.

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