Hummel, Ludwig

Hummel, Ludwig, Maler, der in Neapel geboren wurde, aber in Cassel seinen Ruf früher erwarb. Er hielt sich lange Zeit in Italien auf, und in Neapel genoss er den Unterricht von W. Tischbein, bis endlich die unseligen Wirren beide nach Deutschland trieben.

Schon in Neapel hatte er den Ruf eines geschickten Zeichners, und 1802 gewann er mit einer Kreidezeichnung den Preis der Wei-

— Bacchus vorstellt, ein in Er marer Kunstfreunde. Sie stellt Perseus und Andromeda dar, im Umriss gestochen vor dem ersten Bande der allgemeinen Literatur- zeitung von 1803. In Göthe’s Bericht über die damalige Kunst- ausstellung in Weimar ist sie sehr gerühmt. Im Jahre 1804 besorgte Hummel die Herausgabe des Bilder-Homers von Tischbein und im folgenden Jahre vollendete er einen 00 F. langen und 3 F. ho- hen Fries, welcher, grau in grau, die Thaten und Triumphe des

i?ndung, Zeichnung und Ausführung gerühmtes Werk, in welchem sich eın reinerer Geschmack offenba- ret, als in vielen anderen Erzeugnissen jener Zeit. In der Folge begab sich Hummel nach Paris , um die daselbst aus ganz Europa

‚aufgehäuften Kunstschätze zu schauen, und hier copırte er 1808

einıge Gemälde des Central -Museums, wie die heil. Cäcilia ‚nach Rafael u. a. Auch verschiedene colorirte Zeichnungen fertigte er nach den Werken des französischen Museums. Doch, existiren von Hummel auch verschiedene Gemälde von eigener Composition, Historien und Genrestücke, so wie Bildnisse, lauter schätzbare Bilder. Im Jahre 1825 wurde. er Direktor der Akademie der hilden Künste zu Cassel, mit‘ dem Charakter eines Professors, wie wir angegeben finden. ..

Auch die Gattin dieses Künstlers übt die Malerei. Sie war mit ihm in Paris, und hier copirte sie _ die Belle jardinicre, die Ma- ” Rafael’s. } Hummel, Eugen, Maler in Wien, der sich in etlichen Jahren

donna della Seggiola und eine heil. Familie, alle drei nach Bildern

durch schöne Genrebilder bekannt gemacht hat, wie 1834 durch jenes der Braut wider Willen, ein ächtes Bild der Convenienz.

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