Huffel, Peter van, Historienmaler , geb. zu Grammont 1769, stu-
dierete auf der Akademie zu Gent die Malerei , und gewann dort in
jeder Klasse den ersten Preis. Später verweilte er sechs oder sie-
ben Jahre in Herreyn’s Schule, dann ging er nach Paris , wo da-
mals die Hauptschätze der Kunst aufgehäuft waren, und bildete sich
durch das Studium nach denselben zu einem vorzüglichen Künst-
ler. Nach seiner Rückkehr wurde er in Gent einer der Direktoren
der Akademie, und die königl. Gesellschaft der Künste wählte
ihn zu ihrem Präsidenten. Im Jahre 1817 erhielt sein schönes Ge-
mälde der heil. Jungfrau im Tempel eine goldene Medaille, und
1819 ernannte ihn der Prinz von Oranien zum Ehrenmaler und
trug ihm für seine Kapelle mehrere Gemälde auf.
Die Werke dieses Künstlers sind zahlreich. In der Kirche zu
Merchten ist die Befreiung Petri, zu Grammont die Marter des
heil. Adrian, und die Jünger in Emaus zu Wanneghem-Lede; in
S. Bavon das Wunder des heil. Landoald, und Peter und Paul in
der Jakobskirche zu Gent. Mehrere seiner Gemälde sind in der
Kirche zu Willebroeck. Man kennt von ihm auch mehrere grosse
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Porträts: das des Cardinals von Frankenberg, des Bischofs T. de Beaumont, des J. G. Adams, des amerikanischen Gesandten u. s. w.
Sein Besuch des Prinzen von Oranien in den Manufakturen zu Gent ist in de Bast’s Salon de Gante S. 29 abgebildet, und ebenda S. 107 das Wunder des heil. Landoald in der Kathedrale zu Gent, ein neun Fuß hohes schönes Bild.
Van Huffel ist auch Conservator des Museums zu Gent und Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften. Im Jahre 1823 beabsichtigte er die Herausgabe einer Abhandlung über die Malerei.
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