Huet Paul, Landschaftsmaler zu Paris , der aber in Gabet’s Dictionnaire
des artistes von 1831 fehlt, und daher noch ein junger Künst-
ler zu seyn scheint. Dennoch geniesst er grossen Ruf, der auch
in das Ausland gedrungen ist. Im Kunstblatte von 1836 S. 105
steht eine ausführliche Würdigung seiner Verdienste, und es wird
ihm ein originelles Talent zuerkannt. Er fasst eine Fläche, über
einen Hügel sich hinlagernde Wolken, einen düstern, heimlichen
Schatten unter bemoosten, belaubten Ulmen, grüne stehende
Gewässer trefflich auf, und gibt es mit wahrem poetischem Gefühle
wieder. Doch schlägt er gewöhnlich nur eine Seite an, nämlich
die triste Seite des nördlichen Clima’s und der nördlichen Ebenen.
Die Pracht der Natur, „heist es in dem bezeichneten Journale“, be-
steht für ihn in den Bäumen eines englischen Parks, die Leiden
der Natur sind für ihn die Regengüsse und Gewitterschauer, wel-
che eine Strohhütte abdecken. Der klare Himmel, das blaue Meer,
die weissglühenden Felsgestade, kurz aller Reichthum der südli-
chen Natur sind für ihn wie gar nicht vorhanden. Nicht selten
entlehnt er von der niederländischen Schule ihre glänzenden, leich-
ten Tinten und ihr geistreiches Colorit, womit er ausserdem noch
ein tiefes Gefühl und eine schöne Einbildungskraft verbindet. In
dieser Hinsicht haben einige seiner Bilder bewunderungswürdige
Partien, und über dem Ganzen liegt ein besonderer Reiz, ein
Glanz, eine Fülle des Ausdruckes und eine Magie der Farben,
dass wir darüber die einzelnen Mängel vergeisen. Und so ist
Huet immerhin einer der vorzüglichsten Künstler seines Faches.
Man hat von P. Huet auch 7 radirte Landschaften, meist Wald-
parthien mit Staffage, in gr. qu. fol., mit dem Titel: Six Eaux-
fortes par P. Huet. Paris 1833. Die gewöhnlichen Abdrücke sind
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