Huber, Wilhelm, Landschaftsmaler und Sohn des Obigen, wurde 1787 zu Zürich geboren, und von seinem Vater in der Kunst auf das Gewissenhafteste unterrichtet. Hierauf bereiste er Deutschland , dann besuchte er Italien, und in Neapel erwarb er sich einen so grossen Ruf, dass es unter den englischen Ladies' gleichsam Ton geworden ist, sich zu rühmen, in Huber’s Atelier und nach seinen Studien gezeichnet zu haben. In Italien machte er eine Menge Zeichnungen in Sepia und Aquarell , und die Blätter dieser Art erwarben ihm ausgezeichneten Beifall. Auch eine Anzahl von Ölskizzen malte er, und alle diese Werke stellen Gegenden und Ansichten von Rom und Neapel dar. Er zeichnete ebenfalls eine Reihe Aussichten von Pompeji nach den neuesten Ausgrabungen, und er fing schon in Neapel an, sie in colorirten Lithographien herauszugeben. Da aber die Versuche auf Stein nicht befriedigend ausfielen, so fasste er den Vorsatz, die Ansichten etwas kleiner (im
Nagler's RKünstler-Lex. VI, Bd. 22 /
är. 4.) in Aquatinta zu ätzen, mit dem Titel: Vues pittoresques de Pompei;, 24 Blätter, auf das Sorgfältigste in Farben ausgeführt.
Huber ist auch durch die nach seinen Gemälden verfertigten Blätter in Osterwald’s Voyage pittoresque de la Sicile als tüchtiger und gewandter Künstler bekannt. Er hielt sich mehr als sieben Jahre in Italien auf, und während dieser Zeit brachte er es dahin, die italienische Natur vollkommen zu erfassen. Nach seiner Rück- kehr aus Italien hielt er sich einige Zeit in Vaterlande auf, und 1833 befand er sich in Paris, wo seine Werke, sowohl Zeichnun- gen als Gemälde, nicht weniger Beifall fanden, als anderwärts.
Er ist wohl auch jener J. W. Huber, von welchem in R. Wei- gel’s Catalog der Sammlung des Dekan Veith folgende Blätter an- gezeigt sind:
8 Landschaften mit italienischen Säulengebäuden, Pinien und Figuren. Roma 1811, qu. fol.
Ansicht bei Rom mit Hirt und Viehheerde, Rom 1811, qu. 8.
4 heroische Landschaften mit Figuren. Wien 1800, qu. 8.; kl. u. 8. und qu. 12.
2 Landschaften mit Bauernhaus und der Adresse des Künstlers. qu. 12. Radirt und selten,
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