Huber oder Hauber, Wolfgang

Huber oder Hauber, Wolfgang, Maler und Formschneider um 1530–40, der bei Alb. Altdorfer Unterricht genoss, und seine Holzschnitte, mit W H bezeichnet, sind auch in der Weise jenes Meisters gehalten. Seine Lebensverhältnisse sind unbekannt, und

-von seinen Werken beschreibt Bartsch P, gr. VII. 485. als von

einem Anonymus neun Blätter von seiner Hand, Darstellungen aus dem Leben Jesu und mythologische Gegenstände enthaltend; allein es bleibt immer noch einiger Zweifel übrig, ob Huber selbst diese Blätter geschnitten, denn auf jenem mit dem Urtheile des Paris steht ein Täfelchen mit einem B, was wohl den Formschneider bedeutet, ©

Von oder nach Huber gefertiget sind folgende zwei bei Bartsch ,

nicht erwähnte Holzschnitte :

  1. Christus am Kreuze, unten Johannes und Maria. H.4 Z. 6

L., Br.325L. -

  1. St. Florian, die Feuersbrunst löschend, mit mehreren Figuren, H. 5 Z. 2 L., Br. 5 Z. 8 L.

  2. Das Urtheil des Paris. H.4 Z. 6 L., Br. 3 Z. 6 L. Auch dieses Blatt fehlt bei Bartsch, nur die folgenden sind im Peintre graveur beschrieben.

  3. Die Geburt Christi. H. 4 Z. 5 L., Br. 3 Z. 5 L.

  4. Die Anbetung der Magier. In gleicher Grösse.

  5. Die Beschneidung.

  6. Die Darstellung im Tempel.

  7. Christus am Kreuze, unten Maria und Johannes.

  8. St. Christoph mit dem Jesuskinde durch den Fluss schreitend.

Jedes der Blätter 4 Z. 5 L. hoch, und 3 Z. 5 L. breit.

  1. St. Georg bekämpft den Drachen, 1520 H. 7 Z. 6 L., Br.

Hu

5 Z. 7 ®

  1. Das Urtheil des Paris. Ohne Zeichen, H. 4 Z. 5 L., Br.

3 Z.

  1. ‚'l(“l'%sbe findet den Leichnam des Piramus. H. 4 Z. 4 L., Br.

ber, Johann Rudolph, Maler, der 1668 geboren wurde, und für seine Zeit mit Auszeichnung genannt werden muss. Den er- sten Unterricht ertheilte ihm der Glasmaler Mannewetich und dann kam er zu C. Mayer, der eine gute Lehrmethode besass. Nach dem Tode dieses Künstlers genoss er die Leitung des berühmten

.‚Joseph Werner und im 10. Jahre wagte er die Reise nach Italien.

In Mantua zogen ihn besonders Titian’s und Giulio Romano’s Werke an, und in Rom zog C. Maratti seine Aufmerksamkeit in höherem Grade auf sich, als Rafael. Nachdem er in Italien ver- schiedene Studien gemacht hatte, richtete er die Reise nach Frank- reich und endlich liess er sich in Basel nieder. Hier wurde er durch die Portraite, die er von angesehenen Herren fertigte, dem Würtembergischen Hofe bekannt und 1600 an denselben be- rufen. Damals malte er Deckenstücke und historische Bilder in Oel, doch blieb er nur bis 1700 in diesem Dienste, denn er fand an jedem Hofe Beifall. Seine Bildnisse sind zahlreich und meh- rere wurden gestochen, von B. Audran, C. Drevet, J. Houbracken, Thurneisser etc. Huber componirte mit Feuer, und besonders sah er auf ein glänzendes Colorit. Auch war er ein tüchtiger Schnellmaler, denn auch er hielt viel auf das Lob grosser techni- scher Fertigkeit, und durch oberflächliche Bravour zu blenden.

Man nannte ihn den Tintoreto der Schweizer, obgleich er mit je- nem Meister den Vergleich nicht aushält. Huber hatte in seinem Leben und in der Kunst die Pracht ge- liebt, und einen grossen Theil seines Vermögens auf Gemälde, Handzeichnungen und Gypsabgüsse verwendet. Auch verschiedene eigene Zeichnungen hinterliess er, mit kühnen, harmonisch in einander laufenden Strichen ausgeführt. Mehrere derselben sind

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