Houbracken, Arnold, Zeichner, Kupferstecher und Maler, wurde 1660 in Dort geboren und in den Wissenschaften unterrichtet, Seine Neigung zog ihn aber auch zur Malerei, und W. Drillen- burg, Jakob Lavecq und Samuel Hoogstraaten waren nach und nach seine Lehrer hierin. Nachdem er sich schon in Dort als Maler Ruf erworben hatte, begab er sich nach Amsterdam , wo er fortan von den Buchhändlern stark in Anspruch genommen wurde, Die übrige Zeit teilte er zwischen der Malerei und den Studien, und die Frucht seiner Forschungen war das schätzbare Werk, welches unter dem Titel: De groote Schouburgh der Nederlandsche Konstschilders en Schildressen etc. zu Amsterdam erschien. Der vierte Teil wurde erst nach seinem Tode ans Licht gegeben. Sein Sohn Jakob lieferte die Porträts zu diesem Werke. Houbracken war ein guter Zeichner und nicht weniger geschickt in der Composition; das Colorit aber ist zu hoch getrieben. Als Mann von grossen Kenntnissen verwendet er auf das Costüm viele Aufmerksamkeit, und besonders gefiel er sich in einer reichen Draperie. Dass er auch die Architektur studiert hat, zeigen seine Hintergründe. Dann rühmt man ihn auch als redlichen Mann von nüchterner Lebensweise. Verkolje, J. Houbracken, Sluyter, B. Picart, M. Pool , P. van Gunst u. a. haben nach ihm gestochen; der Letztere eine Folge von Bildnissen nach Van Dyck, die Houbracken in England ge- zeichnet hatte. Dann hat er selbst geätzte Blätter geliefert:
- Der Tod der Lucretia; kl. 4. Selten. S ;
- Der Satyr umarmt die schlafende Nymphe, in Schwarzkunst nach Lairesse, kl. fol. i A
- Die Jünger in Emaus, nach Rembrandt, kl. fol.
- Vertumnus und Pomona, 1690.
- Drei Weiber durch ein Kind in die Schlangenhöhle gezogen.
- Der Räuberüberfall im Walde, 4. Selten.
- Gräuelscenen in einer von Türken eroberten Stadt, 4. Selten.
- Die Zaäuberin. A. Houbracken inv. et fec, 4. Selten.
- Allegorische Figuren mit Hintergründen: Reinheid, Reede, Milzadheit, Gelukzaligheit, 4. rad. Bl. B. 0 — 7.Z., Br.
- Eine Folge von Kindern mit Vasen.
- Ein Opfer, kl. 4. Selten. a
- Zwei Mönche mit zwei Teufeln in Satyrgestalt in Unterredung. kl. 4. Selten.
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