Holm, Chr. (Christian)

Holm, Chr. (Christian), Maler und Kupferstecher, wurde 1803 zu Copenhagen geboren, und von seinem Vater, einem Goldschmiede, zu gleichem Geschäfte bestimmt. Bei dieser Gelegenheit lernte er schon frühe mit dem Grabstichel umgehen, und die auf solche Weise bereits erworbene Fertigkeit hätte der berühmte Kupferstecher Clemens auch sicher zur vollkommenen Ausbildung gebracht, wenn nicht Holm’s angehörender Sinn für Farbe sich zur Malerei gewendet hätte. Anfänglich malte er ohne Anweisung, und erst im 22. Jahre besuchte er zu diesem Zwecke die Akademie seiner Vaterstadt, wo er unter Anleitung des Tiermalers Gebauer bald bedeutende Fortschritte machte. Im Jahre 1833 bekam er eine königliche Unterstützung zu einer mehrjährigen Kunstreise, allein Familienverhältnisse zwangen ihn, nach Verlauf eines Jahres, während welcher Zeit er München , Wien und Berlin gesehen und sich in Tirol mit Studien bereichert hatte, wieder nach Copenhagen zurückzukehren. Im Jahre 1833 bereiste er Norwegen und einen Teil von Schweden , überall reiche Skizzen sammelnd, und 1834 besuchte er auch Holland , dann Paris , und von da aus ging er wieder nach München, wo Holm noch gegenwärtig lebt.

Man hat von diesem Künstler verschiedene Schlachtgemälde und Tierstücke, Jagden u. dgl. In diesen Bildern herrscht ungeheure Lebendigkeit und charakteristische Auffassung in allen Teilen. Die Färbung ist frisch und wahr, und auch im technischen Theile besitzt Holm grosse Meisterschaft. Werke von seiner Hand sieht man in der königl. Gallerie zu Copenhagen und im Palaste des Königs daselbst, Schlachtgemälde aus der dänischen Geschichte und Tierstücke. Prinz Christian von Dänemark besitzt ebenfalls mehrere Bilder von Holm, zum Teil solche von bedeutendem Umfange. Andere besitzt der Graf Bille-Brahe, der Conferenzrath Holten, und auch in den jetzt zerstreuten Sammlungen des Geheimrathes Bülow und Bugge waren solche vereinigt. Für den König von Schweden malte er die Schlacht bei Lützen 1632, und auch der Herzog von Cambridge brachte einige von Holm’s Werken an sich. Zu Hamburg, Düsseldorf und in anderen Orten finden sich solche Stücke im Privatbesitze.

Man hat von Holm auch geistreich radierende Blätter:

  1. Die ruhenden Rennthiere (Reynsdyr) C. Holm pinx. et sc. 4,

  2. Ein Wasserhund von neufundländer Rage, 12.

  3. Ein Viehmarkt nach Gebauer, kl. qu. fol.

  4. Vier Blätter: Thiere, nach Van de Velde copirt, Werke seiner früheren Zeit; jetzt selten.

  5. Wölfe überfallen Rennthiere, Winterlandschaft, 1838. gr. 4.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_1ITrAAAAMAAJ