Holbein’s Todtentanz, König Karl I. gleich nach seiner Hinrichtung

Holbein’s Todtentanz, König Karl I. gleich nach seiner Hinrichtung,

und manche Häupter seiner Partei.

Alle diese Arbeiten sind trefflich, und unsere Bewunderung und Verehrung gegen Hollar steigt um so höher, wenn wir bedenken,

dass die sorgfältigsten und trefflichsten seiner Werke von ihm in

den unrühigsten und kummervollsten Tagen seines Lebens voll- bracht wurden. Graf Arundel, dessen Gesundheit viel gelitten, reiste 1646 einem mildern Klima entgegen, allein Hollar sah ihn nicht wieder; Arundel starb schon beim Eintritt in Italien , noch in demselben Jahre. Hollar fand jetzt in den Niederlanden keine Beförderer mehr, nur viele Widersacher, und da er seines Schützers beraubt war, entschloss er sich, die Einladung englischer Kunst- und Buchhändler anzunehmen, und kehrte nach

England zurück. Nun arbeitete er mit ungeschwächter Freude un-

ermüdet fort, jedoch ohne mehr als den dürftigsten Unterhalt zu

erwerben;

Der Kupferstichhändler William Faithorn gab ihm für eine Zeit lang zwei Pence für die Stunde, und Hollar war so gewissenhaft, dass er seine Sanduhr einstellte, so lange er wegen irgend einer Verrichtung mit dem Arbeiten innehalten musste; daher auch bei Bil-

dern, die ihn darstellen, selten die Sanduhr fehlt. Seine stück- weis gelieferten Arbeiten wurden ebenfalls sehr schlecht bezahlt; die Not zwang ihn, jede Arbeit anzunehmen, die ihm aufgetra- gen wurde. Auch die hagere Gestalt und die menschenfeindlichen Züge Cromwell’s bildete er in Kupfer nach. Es findet sich aber keine Spur, dass Hollar die Gunst des Protektors genossen hätte, nur weiß man, dass er dessen Bildnis und manches Oberhaupt der herrschenden Partei in Kupfer gestochen, aber allzeit nur auf Verlangen der Kunsthändler.

Als ruhigere Zeiten für England und mit diesen seine hohen Gönner zurückkehrten, wurde er als Zeichner des Königs an- gestellt.

Karl’s II. prächtige Krönung in Westminster, so wie sein Auf- zug vorher zu Pferde durch London, hat Hollar’s Grabstichel in mehreren Platten dargestellt. John Evelyn, der 1652 sein Werk über die Kupferstecherkunst herausgab, erwähnt Hollar’s desswegen sehr ehrenvoll. Gleich nach Wiederherstellung der Monarchie gab Hol- lar eine Charte von Jerusalem, die jüdischen Opfer im Salomonis- chen Tempel, Charten von England, die Abbildung der St. Georgen- Kapelle zu Windsor, des St. Johannes-Thurmes zu London, viele Tiere, Blumen, Insekten nach Franz Barlow u. a. heraus. Durch Fleiss und Sparsamkeit gelangte er endlich dahin, von drü- ckenden Sorgen befreit zu leben; indess betraf ihn von neuem Unglück; durch die Pest von 1665 verlor er mehrere seiner Freun- de und Befürworter, und durch die große Feuersbrunst in Lon- don 1666 den größten Teil seiner Habe. Nun ging Hollar im Auftrag des Hofes mit Lord Heinrich Howard nach Afrika, um dort die Festung Tanger aufzunehmen. Im Jahre 1660 trat der Lord seine Rückreise nach England an, und Hollar empfing zum Lohne für seine vielen Gefahren, Arbeiten und Not nicht mehr vom englischen Hofe als 100 Pfund Sterling. Noch in demselben Jahre gab er viele Ansichten von Tanger heraus, welche sehr sel- ten geworden sind.

Jetzt sah sich Hollar wieder genötigt, fast unmenschlich viel zu arbeiten, doch bildete er einige Schüler, die ihm aber nicht thätig helfen konnten, weil sie weit hinter ihm an Geschicklichkeit zurück- blieben. Ihre Namen sind: Dudley, F. Carter, D. R. King, F. Place, J. Tempest und Gaywood; letzterer ist der Geschickteste noch von allen.

Im Jahre 1675 unternahm der Künstler noch eine Reise nach Nord-England und zeichnete die Stadt Lincoln, wie auch Newark, Southwell und York. Im Jahre 1673 brachte er größtenteils seine Zeit mit Vervollständigung der schon früher nach See, Frank herausgegebenen Werke hin, auch mit Darstellung mehrer Kirchen, Schlösser, Denkmäler u. dgl., und stach viele Auf- schriften und Titelkupfer zu einigen historischen und topographi- schen Werken. In seinem hohen Alter stach er wenig Ansichten von Gegenden mehr, ausser jener des Hafens von Plymouth mit seinem Leuchtthurm. Endlich entfiel bei Darstellung des kostba- ren stählernen Denkmals Eduard’s IV., in der St. Georgen-Kapelle zu Windsor, der Grabstichel seiner matten Hand. Er konnte diese Platte nicht vollenden, sein Name fehlt ihr, und die Spuren sei- nes bebenden Arms sind darin unverkennbar. (Abendzeitung 1827.)

Obwohl Hollar an 3000 Platten gearbeitet, äußerst mässig ge- lebt und seine Verleger reich gemacht hatte, so gerieth er doch so in Armuth und Schulden, dass er ausgepfändet werden sollte.

Hollar, Wenzel von Prachta. ;

ihn vor Alter und Noth mit dem Tode ringend. Mit brechendem Blicke und ermattender Stimme flehte er sie an, ihn nur in sei- nem Bette sterben zu lassen, und in keinen andern Kerker, als in das Grab zu werfen. Auch starb Hollar bald nach dieser er- schütternden Scene. Seine treue Gattin überlebte ihn noch meh- rere Jahre. Johann Evelyn kaufte den Nachlass an Kupferstichen ihres Mannes, ;

Hollar hatte eine eigene Manier zu stechen sich gebildet, welche in ihrer Art unnachahmlich ist. Seine Stiche sind leichter und freier als die der Stecher des 16. Jahrhunderts, und genauer und zarter als jene des 17. Jahrhunderts, welche eine malerische Wir- kung beabsichtigen. Am ähnlichsten ist ihm Suyderhoef in seinen trefflichsten Blättern. Hollar’s Schraffuren bestehen aus kurzen fei- nen Strichen, und selten kommen in seinen Arbeiten eigentliche Lagen von Schraffuren vor. Daher ist das, was er radirte, von dem, was er stach, schwer zu unterscheiden, und gewiss hat er auch viel mit einer Art eindringenden kalten Nadel gearbeitet, der- jenigen ähnlich, welche von den Franzosen Echoppe genannt wird. Über Hollar’s Art zu stechen, seine Verdienste als Zeichner und seine Werke kann man sich durch John Evelyn’s Sculptura or the history and art of Chalcography and engraving in cooper etc. ’78 unterrichten, und weit vollständiger noch bei George Vertue in der Description of the works of the ingenious delinator and engraver Wenceslaus Hollar. D. J. S. Semmler hat aus beiden Werken und mehreren anderen Schriften eine schätzbare Lebens- beschreibung zusammengetragen, welche sich in der „Sammlung merkwürdiger Lebensbeschreibungen“ grösstentheils aus der brita- nischen Biographie übersetzt u. s. w. VI. S. 371 — 406 befindet. Vertue hatte in seinem Verzeichniss, welches er nach der Samm- lung des Grafen von Oxford hauptsächlich niederschrieb, noch viele Werke Hollar’s übersehen, und Hr. von Heinecke hat in sei- nen nachgelassenen, noch ungedruckten Schriften, welche auf der Bibliothek zu Dresden aufbewahrt werden, noch 75 Stücke ange- merkt, welche in jenem Verzeichnisse fehlen. Heinecke Manusc., so B, Lit. H. — J. Auch v. Quandt hat sich in seinem Entwurfe einer Geschichte der Kupferstecherkunst über Hollar verbreitet, so wie denn in vielen Schriften über diesen merkwürdigen Künstler zu lesen ist;

Im Jahre 1818 erschien zu London: A Catalogue of a capital collection of prints, the work of that incomparable artist W. Hol- lar, formed by the late John Townley, embracing every class, as expressed in Vertue’s catalogue, besides many other additional prints, not noticed by him, drawings by Hollar etc. Ein solcher Catalog, mit beigesetzten Auktiunspreisen, ist bei R. Weigel in Leipzig für 3 Thlr. 16 Gr. zu haben.

  1. Adam und Eva essen von der verbotenen Frucht, nach Hol- bein, 16. f ;

  2. Die Vertreibung aus dem Paradiese, nach demselben, 16.

  3. Juda und Thamar, nach Holbein, 16.

  4. Der Uriasbrief, nach Holbein, 16. Aeusserst gelten.

  5. Regina Saba, nach Holbein, 1642, fol. i

  6. David vor Saul spielend, nach demselben, 1638, 16.

  7. Esther vor Ahasverus, nach P. Veronese’s Bild in der Wiener Gällerie. Seltenes Hauptblatt, gr. qu. fol.

  8. Das grosse Ecce homo, nach Titian, mit Dedication ’an F. Hil- lewer, seltenes Hauptblatt, gr. roy. qu. fol.

  9. Die Kreuzabnehmung, nach Holbein, gr. 4.

  10. Johannes der Täufer am Felsen sitzend, nach Correggio, gr. 4,

  11. St. Georg, nach Dürer; sehr selten, 1642.

  12. Christus bei den Jüngern und der ungläubige Thomas, nach Salviati, 1646, seltenes Hauptblatt, gr. fol.

  13. Christus am Kreuz, Johannes und Maria. Sehr selten; kleines Format, leichte Manier, fast nur Umrisse, 1642.

  14. Die heil. Familie, nach P. del Vaga, 1642. Schön und selten, gr. 8.

  15. Ecce homo von einem Weibe angebetet, 1625

  16. Die büssende Magdalena, nach J. Sadeler, 4. Selten,

  17. Magdalena in der Wüste, nach P. von Avont. Capitalblatt in ' äl'. u, fol. Bei Weigel 6 Thlr.

  18. Die heil. Dorothea oder Catharina, Halbfigur nach Rafael, vor- zügliches Blatt, 4.

  19. Der junge Tobias vom Engel geführt, nach Elsheimer.

  20. Juno als Vorsteherin der ländlichen Arbeit, nach Elsheimer, ein vorzügliches Blatt hinsichtlich der Ausführung, 1640.

  21. Ceres bei den Alten, nach Elsheimer, Nachtstück, fol.

  22. Drei Heroen, welche der Minerva einen Widderkopf opfern, nach Mantegna; von vortrefflicher Ausführung und edler Zeich- nung, 1658, fol.

  23. Zeleucus lässt sich und seinem Sohne ein Auge ausstechen, nach J. Romano, 1637. Hauptblatt des Hollar; sehr selten, fol.

  24. Der Satyr beim Bauer, nach Elsheimer, 8.

  25. Ganymed auf Jupiter’s Adler, Julio Romano inv. Hollar fecit

  1. Die Platte war in der Sammlung des 1828 verstorbenen königl. württemb. Geheimrathes F. v. Jan.
  1. Cupido schläft am Fusse eines Baumes, nach Parmegiano, 4.

  2. Amor reitet auf dem Löwen, nach G. Romano, 1654, gr. 8. Sehr selten,

  3. Hercules als Kind unter dem Gebüsche schlafend, nach F. Maz- zuoli, kl. 4. Selten.

  4. Besuch der Königin Henriette Maria und des Prinzen Wilhelm von Nassau, bei St. Par zu Heemsteede.

  5. Latona mit ihren Kindern in einer Landschaft, nach Elshei- mer, kl. fol.

  6. Venus mit Amor in einer Landschaft, nach demselben, 8.

  7. Einzug des Königs von Böhmen und des Palatin am Rhein, Friedrichs, zu Prag, 1610. Sehr selten.

  8. Bekanntmachung des Friedens, 1648.

  9. Todtengepränge des Joh. Bapt. von Tassir, gefallen bei der Belagerung von Bonn 1588, nach einer Zeichnung von Nik. van der Horst, großes Blatt, sehr selten.

  10. Der Engelsaltar in der Wüste, nach A. Elsheimer, kl. fol.

  11. Der Täufer Johannes in einer Landschaft stehend, 1650, nach demselben, 3.

  12. Die Heilung des Lahmen, nach demselben, kl. fol.

  13. Don Ferañdez de Cordova, kl. fol. Sehr selten, Derschau 8 B, 15 kr.

  14. Anne Clivensis, Henrici VIII. uxor IV., nach Holbein, kl. fol.

  15. Edwardus VI. Angliae Rex, nach Holbein, kl. fol.

  16. Carolus Ludovicus, Dux Bavariae; nach Van Dyck, kl. fol.

  17. Hollar’s eigenes Bild in Oval, in phantastischer Einfassung, selten, 1647, 4.

  18. J. Walderus, Bischof von Antwerpen, nach A. van Dyck.

  19. Johannes Henricus à Craenhals, sehr schön und vor dem Na- men sehr selten, 1649.

  20. Ritratto de Bindo Altoviti. Titianus pinx; vortrefflich, 1649.

  21. Das Bildnis Albrecht Dürer’s, und jenes des älteren Dürer.

Ob Dürer’s des jüngeren Bildnis von Hollar gestochen ist, bleibt einzweifelhaft; jedoch ist das des älteren Dürer ein Meisterwerk von Hollar,

  1. Das Portrait Aretin’s, nach Titian, kl. fol. Die dritten Ab- drücke haben Odieuvre’s Adresse. Bei Weigel 2 Thlr.

  2. Der Mathematiker J. Banfi, äußerst seltenes Bildnis, 1641, in kl. 12. Stengel 8 fl. 6 kr.

  3. Hieronymus Westonia, nach A. van Dyck, fol. Weigel 14 Gr.

  4. Karl II., der junge König von England, nach demselben, fol. Weigel 12 Gr.

  5. Büste eines Mädchens in einfachem Haarputze, nach F. Mon- signori. Sehr schön, 12.

  6. Ein Mädchen, welches eine Schüssel mit Melonen trägt, 1650.

Obwohl unter diesem Blatte folgende Inschrift steht: Johanna Vesella Pietressa, filia prima da Titiano, so ist diese edle Gestalt doch unter die idealen zu zählen und vielleicht nur für Titian’s Geistestochter zu halten. Vielleicht das Herrlichste, was Titian und Hollar geleistet haben.

  1. Eine betende Halbfigur, nach Dürer. Höchst meisterhaft.

  2. Christusbüste mit Globus und der segnenden Rechten, 1659, nach L. da Vinci. Höchst selten und schön, fol.

  3. Büste einer jungen Frau, nach L. Credi, 1646, 12. Schön.

  4. Büste einer jungen Frau mit Schleier und Perlhalsband, nach F. Monsignori, 1645, 12. Vortrefflich.

  5. Büste eines Weibes mit halbnackender Brust, nach L. da

  6. Eine stehende weibliche Figur mit ausgestreckter Linken, 1645, nach F. Mazzuoli, 12.

  7. Büste eines jungen Mädchens mit Baret, Perlenschnur und Pelz- rock, 1646, nach demselben, 4.

  8. Bildnis einer jungen reich geschmückten Frau mit bloßem Haupt, nach D. Varotari, 1645, 12. Selten.

  9. Büste eines bärtigen Mannes, nach H. Holbein.

  10. Das Bildnis von Rembrandt’s Frau, 8.

  11. Junge Frau mit Eichenlaub bekränzt, nach M. Schön, 38.

  12. Brustbild eines Mannes mit Kette und Mütze, nach Holbein’s Holzschnitt, 8.

  13. Porträts eines jungen Mannes und einer Frau in der Tracht der Zeit Holbein’s, nach Holbein’s Blättern von 1545 und 46, Gegenstücke, 8.

  14. Porträt von J. de Rede, 1650, gr. 8.

  15. Bildnis von A. Elsheimer, nach C. Meysens. Im ersten Druck vor dem Text auf der Rückseite. In de Bie’s Gulden-Cabine-

  16. W. Laud Archbishop of Canterbury, nach A. van Dyck, 1640, Selten.

  17. Mr. Morett, Juwelier, nach H. Holbein, rund, kl. 4.

  18. Henry und Lady Guldeforde, 2 Bl. nach Holbein, rund, kl. 4.

  19. Oliver S. John, Earl of Bullingbooke.

  20. Sir Edward Dering, oval, beide auf einem Blatte abgedruckt, höchst selten, kl. 8.

  21. William Fines Viscount Sey etc.

  22. Basil Fielding, Earl of Denbigh, oval, beide auf einem Blatte und höchst selten, kl. 8.

Hollar, Wenzel von Prachta.

  1. Feldblatt mit dem pissenden Jäger, nach L. de Vadder, kl.

A u. fol.

  1. Ansicht von Dordrecht, nach J. Peeters, qu. fol.

  2. Landschaft mit Furen, nach J. v. Artois, qu. 4.

  3. Flandrische Gegend mit Windmühlen, nach J. Breughel, gr. qu. 8., 1630. erschien 4 fl. 30 kr.

  4. Zwei kleine Landschaften mit Satyrn und Nymphen, nach Elsheimer, gr. 12, W I.

  5. Turris et aedes ecclesiae cathedralis Argentinensis, 1630.

  6. Der Dom von Antwerpen, 1640, Hauptblatt, im ersten Druck vor Titel, Adresse und bloß eine Zeile Schrift. Bei Weigel 12 L.

  7. Der Turm von St. Romuald zu Mecheln, 1640, gr. roy. fol.

Dieses im Umriss gestochene Hauptblatt ist sehr selten, und es wurde oft teuer bezahlt. Es gibt den schönen Bau mit rasser Zartheit.

  1. Riedery und Dormerskirch am Rhein, qu. 8.

  2. DäÖHof des Hauses Arundel zu London, nach A. Bierling, 1640, qu. 8.

  3. ’V%terkaim%s;:haf‘c mit der Anbetung der Hirten, nach A. Braun,

  1. L. * .
  1. Holländische Landschaft, vorn ein Weib zu Pferde, nach J. Breughel, kl. fol.

  2. Holländisches Dorf mit Canal, nach J. Breughel, gr. 8.

  3. Holländische Canal mit der Windmühle, nach J. Breughel, gr. qu. 8.

  4. Ansicht vom Willebrock, nach J. Breughel, kl. fol.

  5. Eine Dorfhochzeit, nach P. Breughel jun., gr. qu. fol.

  6. Streit von Bauern und Bäuerinnen, nach demselben, gr. fol.

  7. Das Schloss Monjardin nach Diepenbecke, gr. 4.

  8. Ansicht von Louing in Irland, nach B. Peeters, kl. qu. fol.

  9. Eine Sammlung von Müszen, bestehend aus 6 Blättern; sehr selten und schön. Die mit Händen und Armen sind von 1646, die größeren Müszen von 1647. Erstere erhielten, als sie herausgegeben wurden, auch die Jahrzahl 1647.

  10. Die vier Jahreszeiten, unter vier reich gekleideten Damen vorgestellt, 1641. Trefflich, aber sehr selten.

  11. Drei Blätter mit Schiffen; nach B. Peeters, gr. 8.

  12. Vier Blätter Hunde, nach P. v. Avont, kl. qu. fol.

  13. Der Hirsch mit herabhängendem Zaume auf der Wiese, 1640, u. 8.

  14. Der liegende Hirsch, einmal nach rechts, das andere Mal nach links gerichtet, 1640, 2 Bl. nach Dürer, qu. 8.

  15. Der gehende Löwe, nach Dürer, qu. 8.

  16. Der liegende Löwe, nach demselben, qu. 8.

  17. Löwen, nach Rubens, 6 Blätter, 1646, kl. qu. fol.

  18. Drei Tiger mit zwei Kindern, nach Rubens, kl. qu. fol.

  19. Ein toter Hirsch, nach P. van Avont, 1646.

  20. Der liegende Hirsch von drei Enden, nach demselben, qu. 4.

  21. Insekten und Schmetterlinge, den Titel mitgerechnet, 12 seltene Blätter von 1646, mit dem Titel: Muscarum et vermiumque variae figurae, qu. 8. Im ersten Drucke vor den Numern und vor der Adresse, vorzüglich,

  22. Der tote Hase, nach P. Boel, sehr schön.

  23. Ein Paar Platten mit Hausgeflügel; mit Enten, Schnepfen und Wild; trefflich.

  24. Der Maulwurf, 1616, qu. 8.

  25. Ein toter Hase, nach J. Wema.

Hollar, Wenzel von Prag. 267

  1. Bildnis der Katze des Zaars von Moskau, genannt der grosse Katzenkopf, eine der größten Seltenheiten, doch zweifelhaft, ob es ein Blatt ist, welches wirklich Hollar angehört.

  2. Der tote Maulwurf, 4, Selten in alten Abdrücken.

  3. Verschiedene Vögel, mit P. Greenwood nach Barlow gestochen, kl. qu. fol. und 4.

  4. Der Hase an der Säule aufgehängt und vom Hunde bewacht, nach P. Boel, 1649, kl. fol.

  5. Das Mausoleum des Th. Howard von Arundel, nach C. Schut, r. fol., Selten.

  6. Der grosse Kelch, nach Mantegna’s Federzeichnung, 1640, Seltenes Kapitalblatt in gr. fol. Bei Weigel 160 Thlr. Derschau: 22 fl.

  7. Ansicht der spanischen, holländischen und englischen Flotten vor der Schlacht an der Meerenge zwischen Deale und Sand-

Vizcaya, 1640. Seltene Friese von zwei Platten. H. 54 Z., Br.

Diese Blätter gehören zu den vorzüglichsten, aber überdies lie-

fererte er noch viele andere höchst schätzbare Stücke. Die Liebha-

berei wird aus diesen und aus anderen Blättern ihren Theil aus- wählen.

Originalblätter von Hollar sind in verschiedenen Sammlungen und in folgenden Werken vereiniget:

De Hibernia et antiq. ejus disquisitiones, opera J. Waraei, Lon- dini 1654, 8. I Die zweite Ausgabe, mit Hollar’s Kupfern, erschien 1658 in London, 8.

Theatrum mulierum, Londini 1644. 21 Bl. in 12. Sehr schön, 8.

Ornatus mulierum anglicarum. London 1640. 11 Bl. Selten. 8.

Dugdale’s Antiquities of Warwickshire. London 1656, fol. Selbst in England selten und geschätzt, noch mehr aber die Ausgabe von Thomas. London 1730, fol. Geringer steht die Ausgabe von Coventrey 1705, fol. Die neue Ausgabe erschien bei Lackington.

Dugdale’s History of St. Paul’s Cathedral. London 1658, fol. Gleich geschätzt ist auch die vermehrte Ausgabe von 1710, fol. Die neue besorgte 1816 H. Ehis.

R. Stapleton’s Übersetzung / des Juvenal, fol.

Amoenissimae aliquot locorum in diversis provinciis jacentium effigies. Coloniae Agrip. 1635. Entzückende kleine Land- schaften, besonders nach Breughel und Elsheimer.

Reysbüchlein von allerley Gesichtern und etlichen fremden Trachten etc. Durch W. Hollar. Cöln 1636. 28 Bl. Sehr selten.

Avia Veneris, 1644.

Das Titelblatt von Philosophia universa seren. principi Maximi- liano Com. Pal. Rheni utriusque Bav. Duci dicata, 1649. fol. Selten.

Variae figurae probae, a W. Hollar Bohemo collectae etc. Ant. 1645, gr. 8. 12. 16. Dieses sind grösstentheils Carikaturen nach L. da Vinci, und sehr selten beisammen zu finden.

The Portraictures of King Edward III. with the first 25 Knights companions in the habit of the order and surwats of their ar- mes. Merkwürdige Folge von 26 Bl.

Paedgyaegnion, sive puerurum ludentium schemata varia, 1647. 2 gr. fol.

Ruinae aliquot, sive antiquitatis romanae monumenta., Romae 1650. 10 Bl. qu. 8.

Navium variae figurae et formae etc. 1647.

Animalium, ferarum et bestiarum, florum etc., icones variae. Lond. 1663, 12 Bl. fol. Von Hollar sind nur 4 Bl.; Variae species avium, nach F. Barlow’s Zeichnung, 1662. 8 Bl. fol.; Diversae avium species, nach Barlow, 12 Bl. fol., ohne Name. Muscarum, scarabaeorum vermiumque variae figurae et formae

etc. Antv. 1646, 12 Bl., vorzüglich schön.

The cathedral and conventual churchs of England and Wales, Wappen grosser enaliecher Häuser, von Glasmalereien genom- men, 1654, 9 Bl. fol.

Sammlungen von französischen, niederländischen, deutschen und schweizerischen Trachten, auch Weibertrachten aus allen Welt- theilen, 1644–40. Gegen 90 Bl. in 12.

Vorstellungen aus dem alten Testamente, 36 Bl. ohne Namen.

Zwei kleine Hefte chinesischer Landschaften von 4 und 5 Bl. Schön und selten.

Die St. Paulskirche zu London, nach inneren und äusseren An- sichten, 14 seltene Blätter in gr. fol.

Die berühmtesten Gebäude von London, 8 Bl. mit Figuren staffirt, qu. fol.

Verschiedene Hefte mit Ansichten von Gebäuden und Städten in England, Deutschland, Italien etc.

Eine Sammlung von Grabmälern.

Sammlung von Bildnissen, mehr oder weniger selten.

Gefässe nach Holbein’s Zeichnungen, 1642, 45, 46.

Die Toudentänze, unter Hans Holbein.

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