Holbein, Sigmund, Maler und angeblich Bruder des Obigen, des- sen Lebensverhältnisse ebenfalls unbekannt sind. C. v. Mechel will wissen, dass dieser S. Holbein 1456 zu Augsburg geboren und 1540 in Basel gestorben sei. Der Freund des grossen Eras- mus von Rotterdam, Bonifacius Amerbach, hatte von diesem Künst- ler einen Heiland auf dem Regenbogen mit der Weltkugel, von Engeln umgeben, welche die Marterinstrumente tragen. Auf dem Rahmen ist die Jahrzahl 1518 bemerkt. Diese Sammlung Amer- bach’s kaufte schon vor 1560 der Rath von Basel. In der k. Gal- lerie zu Wien befinden sich zwei Gemälde von ihm.
Sigmund soll auch in Kupfer gestochen und in Holz geschnitten haben; Papillon legt ihm ein sehr zierlich in Holz geschnittenes Alphabet mit Darstellungen aus dem alten und neuen Testamente bei, allein es herrscht in dieser Angabe nicht volle Sicherheit. Im Cataloge von Brandes wird ihm muthmasslich ein mit H. S. B. bezeichneter Holzschnitt mit St. Matthias an der Zollbank, zur Seite Jesus mit den Jüngern, beigelegt, qu. 8.
Ferner deutet man ohne hinreichenden Grund auf diesen Meister ein Monogramm, das aber wohl einem Anonymus angehört. Es ist auf folgenden Blättern zu finden: Christus am Kreuze, nach Martin Schongauer, Die heil. Jungfrau mit dem Affen, nach Dürer. Die Dame zu Pferde, gegenseitige Copie nach Dürer,
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