Hoecker hatte bereits glückliche Versuche in der Glasmalerei geliefert, als er 1822 nach Marienburg gerufen wurde

Hoecker hatte bereits glückliche Versuche in der Glasmalerei geliefert, als er nach Marienburg gerufen wurde, um an den zu malenden Fenstern zu arbeiten. Seine Gemälde werden gerühmt, und das überaus grosse Bild, welches als sein vorzüglichstes angesehen werden kann, stellt die heil. Anna vor, wie sie die neben ihr stehende Maria belehrt. Die sitzende Gestalt der heil. Anna misst acht Fuss, das ganze Fenster ist 260 Schuh hoch und sechs breit. In der Meisters Kapelle auf der Marienburg sind von ihm die beiden Johannes. Um dieselbe Zeit malte Hoecker für den König von Preussen einen Christuskopf nach Guido Reni, hoch 2 F. 1 Z., und breit 1 F. 7 Z., mit höchstem Fleiss in der Ausführung, wofür er ein königliches Geschenk von 100 Friedrichsd’or erhielt.

Im Jahre 1824 kehrte er in seine Vaterstadt zurück, indem er als Lehrer bei der Kunstschule angestellt wurde. Hier setzte er seine Arbeiten für Marienburg fort. Im Jahre 1825 vollendete er einen heil. Georg, der den Drachen bekämpft, im Besitze des Ministers von Altenstein; dann das Wappen desselben Ministers, In beiden war die Hervorrufung des alten Farbenglanzes, und die Erneuerung der alten Kunst unverkennbar. Darauf vollendete er das Bildnis eines Heiligen in einer gebirgigen Gegend. Hoecker hat das Mittel erfunden, die Hintergründe so täuschend zu vertiefen, wie es nur auf einem Oelbilde möglich ist, und doch Ferne und Nähe harmonisch zu verschmelzen, so dass selbst das Glasgemälde einer Landschaft, an der die alte Zeit nur zu scheiterte, einen eigenthümlichen und schönen Eindruck gewährt.

Der Kronprinz von Preussen besitzt seine Darstellung des Heilands in der Wüste und später malte er die Maria mit dem schlafenden Kinde, eine lebensgrosse Halbfigur, und so fort noch andere Bilder, die ihm Achtung erwärben. Hoecker gehört zu denjenigen Künstlern, die ausser München in der Glasmalerei zuerst wieder glückliche Versuche gemacht haben.

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