Höchle, Johann, Schlachtenmaler, der Sohn des Obigen, wurde 1790 zu München geboren, und mit entschiedener Neigung zur Kunst zeichnete er schon im siebenten Jahre unaufhörlich, beson- ders Pferde und andere Thiere, dann auch mit Vorliebe militäri- sche Personen. Sein erster Meister war der bayer. Hofmaler Kobell, unter dessen Leitung er zwei Jahre zeichnete und copirte. Im Jahre 1800 ging er mit seinem Vater nach Wien, und fing er an, die Akademie der Künste jener Stadt zu besuchen, und damals gingen ihm Füger, Wutky, Dies u. a. berühmte Männer jener Zeit redlich an die Hand. Zuletzt kam er zu dem trefflichen Bataillen- maler Duvivier, und bei diesem studirte er bis 1812 jenes Fach, welches ihm Ruhm bereitete. Im Jahre 1815 schloss er sich einem Feldzuge an, um das militärische Leben genau kennen zu lernen, und es wurde ihm durch den Grafen Wrbna auch die hohe Ehre zu Theil, im Gefolge des Kaiser Franz nach Frankreich zu kom- men, wo er in Paris zwar nur noch Überreste des ehemaligen Centralmuseums, aber desto mehr fremde Truppen sah, ein Um- stand, der ihm reiche Studien bot. In Dijon wohnte Höchle dem rossen Manöver bei, und dann kehrte er über Basel durch Tyrol, Italien und Venedig nach Wien zurück, aber im Jahre 1810 hatte er zum zweitenmal das Glück, im Gefolge des Kaisers eine Reise nach Rom und Neapel anzutreten, bloß um Landschaften und Ce- remonien aufzunehmen. 1820 ging er nach Olmütz und Pesth, um die Vorgänge des grossen Cavallerielagers zu schauen, und 1853?
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