Hinrick, zwei Bronzegiesser dieses Namens, von denen der Eine von Braunschweig , der Andere von Magdeburg ist, denn von einer und derselben Person ist wohl kaum die Rede, obgleich die Zeit, in welcher sie gelebt haben, zutrifft. Hinrick oder Heinrich, der Braunschweiger, ist der Sohn eines Ludolf, und beide gossen zu Magdeburg 1435 einen metallenen Taufstein, der in die St. Ulrichskirche nach Halle kam. Die Inschrift lautet: A. D. 1435. me Ludolfus van Brunsvik unde sein sone Hinrik geghoten.to M»agdeborg, und man möchte fast glauben, dass dieser Ludolf jener Ludwig sei, der sich auf einem Taufstein der Cathedralkirche zu Salzwedel nennt. Hier liest man nämlich: Anno Domini 1421 Jar Per'me Ludovicum Gropengheter, wohnhaftig in Brunsewich Got mäake sine sele rike Anno Dni MCCCC in dem LXXXUL Jare. Dieser Taufstein ist mit den stark erhobenen Bildern der Apostel geziert, und das Ganze ruht auf vier Standbildern der heil. Catharina;
Vom Meister Heinrich von Magdeburg ist vielleicht das metallene Taufbehältniss von 1434 in der Marienkirche zu Berlin mit den Bildern der 12 Apostel, und mit Drachen und Löwen am Fussgestell. Der kupferne Deckel ist inwendig mit einer Taube zwischen Sternen geschmückt. Hinrick de Magdeburg nennt sich aber wirklich der Meister des im Jahre 1434 gegossenen Taufgefäßes, ehedem in der Kirche des St. Petrus in Berlin. Man sah daran die 12 Apostel mit Maria und Joseph, und der Deckel hing an einer Kette am Gewölbe.
Verschieden von diesem Hinrick ist derjenige, welcher 1516 das bewunderungswürdige Sakramenthäuschen in der Marienkirche zu Wiltstock fertigte. Es gleicht einem reich verzierten gotischen Thürmchen, das aus einem einzigen Eichbaume gefertigt ist, an die Decke der Kirche reicht. Man sieht daran Figuren der Engel mit den Leidensinstrumenten, und besonders gerühmt wird die Statue der heil. Jungfrau. Die Inschrift heisst: Na Christus gebort MCCCCXVI Jesus Nazarenus Rex Judeorum. Help Sunte anne sulf drude. Hinrik W. Sollte der letzte Buchstabe vielleicht einem umgekehrten M gleichen, so ist dieser Heinrich wohl mit dem Heinrich Mente, der 1518 den Taufstein in der Stephanskirche zu Tangermünde gemacht hat. Eine Person, die heil. Anna, deren Hülfe jener anruft, hat dieser am Taufstein im Basrelief dargestellt; der Cultus der heil. Anna wurde damals eifrig gepflegt.
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