Hilliard, Nicholas, Maler von Exeter , wo er 1547 geboren wurde.
Er erlernte anfangs die Goldschmiedekunst , wählte aber dann vor- zugsweise die Miniaturmalerei , in welcher er Ausgezeichnetes lei- stete. Sein Pinsel war ungemein zart und fleissig, und in Dar- stellung der Spitzen und des Geschmeides hatte er grosse Geschick- lichkeit. Die Königin Elisabeth ernannte ihn zu ihrem Gold- schmied, Graveur und Portraitmaler. Er malte diese Fürstin mehr- malen. Seine Malereien wurden zu jener Zeit bewundert, und Dr. Donne singt in seinem Gedichte „The Storm“:
„And hand or eye, By Hilliard drawn, is worth a historye By a worse painter made.“
Hilliard malte ausgezeichnete Personen, besonders Damen. Ja- kob I. gab ihm den Titel eines k. Emailmalers und eines Embosser of medals in gold. Die Anzahl seiner Miniaturen und Emaillen war ausserordentlich gross, und aus allen seinen Werken geht ein genaues Studium Holbein’s hervor; doch erreichte er jenen Meister im Colorite nicht. Er malte die Königin Elisabeth mehrmalen, und dieselbe in ganzer Figur auf dem Throne sitzend wird für Hilliard’s Meisterwerk gehalten. Dieses Bild befand sich in der Sammlung Carl I. Noch als Jüngling malte er die Königin Maria von Schottland , und dieses Bildnis verschaffte ihm bei Elisabeth Zutritt. Meisterhaft waren auch die Bildnisse von Hilliard Vater und Sohn, die Vertue im Besitze des letzten Grafen Sidney von Leicester sah, aber wir wissen nicht, wo sich jetzt diese Portraite befinden. Seine Werke sind sehr zerstreut worden. In der Sammlung zu Chiswick werden noch einige aufbewahrt. Er malte viele Grosse des Reichs und andere Kunstfreunde. Auch Jakob I. und seinen Sohn Heinrich bildete er ab. Der erstere ertheilte ihm das Privilegium, einzig und allein die Bildnisse des
Königs und der königlichen Familie, die als Stempel oder Mar- ken dienten, zu verfertigen. Diese Begünstigung trug ihm viel ein und nötigte ihn, mehrere Stempelschneider in seine Dienste zu nehmen.
Hillard starb zu London 1619. Fiorillo handelt noch weitläufiger über diesen Künstler.
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