Hickel, Joseph, Maler, der 1745 zu Böhmisch-Leipa geboren wurde, und schon im 10. Jahre kam er zu seinem Bruder nach Wien, wo er neben dem Unterrichte desselben auch jenen der k. k. Akademie genoss. Im Jahre 1777 ging er durch Tyrol und die Schweiz nach Frankreich , wo er zu Paris viele Bildnisse malte. Die unglückliche Königin und ihre beklagenswerte Freundin Lamballe waren ihm zu verschiedenen Bildnissen gesessen. Beim Ausbruch der französischen Revolution ging er nach England , wo er das colossale Bild begann, welches das Unterhaus mit 100 lebensgrossen Portraitfiguren vorstellt. Dieses Gemälde, das er in zwei Jahren vollendete, gründete seinen Ruf in England und setzte ihn auch besonders bei Pitt und Fox in Credit. Man bot ihm eine ansehnliche Summe dafür, doch liess sich der Künstler nicht bewegen, es abzulassen.
Er nahm es neben anderen mit sich nach Hamburg , wo ihn der Tod erreichte.
Dieser jüngere Hickel hatte ebenfalls den Titel eines k. k. Hofmalers. Er malte Bildnisse, unter denen jenes von Lilopstuck, das Huck gestochen, eines seiner besten und vollendetsten sein soll. Dann malte er auch Historien und Genrestücke, die häusliche Szenen, spielende Kinder u. s. w. darstellen. Diese Bilder fanden grossen Beifall. Sie sind charakteristisch, gut gezeichnet und warm von Färbung. H. Sinzenich stach nach ihm eine Cassandra.
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