Heyl, Michael, Kupferstecher , der Sohn eines Glasschneiders,
wurde 1722 zu Nürnberg geboren, und daselbst von Direktor Preis-
ler in der Zeichenkunst unterrichtet, bis er zu M. Tyroff kam,
um sich mit dem Grabstichel zu üben. Mittlerweile studierte er bei
J. Schäbler auch Mathematik , und schon 1745 erhielt er einen Ruf
nach Copenhagen, um daselbst für die Hafnja hodierna und für
den Vitruvius Danicus Blätter zu stechen. Nach vier Jahren kehrte
er heim, und jetzt arbeitete er für Nürnbergische Kunsthand-
lungen, bis er in Dresden Anstellung fand. Damals war die Her-
ausgabe des Gallerie-Werkes im Gange, und Keyl wurde dabei be-
schäftigt. Im Jahre 1753 wurde er im Cadetencorps als Zeichen-
meister angestellt, und bald darauf in gleicher Eigenschaft bei der
Ritterakademie. Um ereilte ihn der Tod.
- Cephalus und Procris, nach Guercino.
- Christus mit der Dornenkrone, nach H. Carracci, 4.
- Die Marter des heil. Lorenz, nach Spagnolet, fol.
- Die Facade des Gebäudes der Gallerie in Dresden. Diese Blätter stach er für den Recueil d’estampes d’après les plus célèbres Tableaux de la galerie de Dresde.
- Bas Dorffest (La caramesse), rechts eine Mühle, nach Ferg, Hauptblatt.
- Le Peintre, d. i. der Maler Bega in seinem Zimmer, nach Bega’s Bild in der Brühl’schen Gallerie.
- Le curieux, nach demselben;
- La proposition embarrassante, nach Watteau.
- Eine Landschaft, nach Ferg;
- Das Bildnis des Astronomen Palisch;
- Prospekte und Vignetten für verschiedene Werke.
- Verschiedene Pläne und Grundrisse.
- Die fünf Säulenordnungen, fol.
- Ausichten und Durchschnitt des Belvedere auf dem Brühl’schen Garten in Dresden, 1761 im Bombardement ruinirt, qu. fol.
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