Heyden, Jan van der, berühmter Perspektivmaler, geb. zu Gör- kum , gest. 1712. Sein Meister war ein Glasmaler , dann aber suchte er sich Kirchen, Strassen und Palläste zum Gegenstand sei- ner Darstellung. Dies ist der gewöhnliche Inhalt seiner Gemälde, und darauf verwendete er unendlichen Fleiss. Dennoch erscheint in seinen Bildern nichts steif. Er lässt durch höhere Wahrheit und Vollendung den Canaletto weit hinter sich zurück, und ist ganz verschieden von diesem, da Jan van Heyden jeden Mauerstein mi- niaturartig ausführte. Die Figuren malten ihm öfter A. Van de Velde und Lingelbach, und dennoch ist alles in Harmonie, oft von grossem Reize der Farben und des Helldunkels. Man findet in verschiedenen Gallerien Werke von diesem Künstler. In der Gallerie zu Dresden sind vier meisterhafte Bilder von ihm, die Darstellung einer gotischen Kirche, eines Nonnenklosters und zwei andere Klosterprospekte. Im französischen Museum ist die meisterhafte Ansicht des Stadthauses in Amsterdam mit einem Theile des Platzes, dann der Prospekt einer Kirche und die Ansicht eines Dorfes am Canal. Einige seiner Werke sind auch in England zu finden. In der Sammlung des Robert Peel zu London ist seine Ansicht einer Strasse von Cöln , ein schönes Bildchen, das der Besitzer mit 415 Guineen bezahlte. In der Bridgewater- Gallerie daselbst ist ein Gemälde von den, das in einem seltenen Grade die unsäglich fleißige Ausführung des Meisters mit
Die drei Marien, nach Bellange.
Die sieben Planeten, in eben so vielen Blättern.
Die fünf Sinne, eben so viele weibliche Figuren.
Die Tugenden, allegorische Gestalten. Scala descensionum virtutum, fol.
Allegorie auf den Tod; die Stufen des menschlichen Alters, fol.
Die Laster, allegorische Gestalten.
Die Blätter zu den hohen geistlichen Lehren über die Sprüche des hohen Liedes von der liebhabenden Seele und ihrem Gemahl, durch D. S. (Daniel Sudermann). Frankfurt 1622. Auf diesen Stichen stehen die Buchstaben J. u. W.
Bernhard, Herzog von Weimar.
Wilhelm, Landgraf von Hessen.
Otto Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein.
Leonhard Torstensohn, königl. schwedischer Generalissimus. Diese berühmten Feldherren des dreißigjährigen Krieges sind alle zu Pferd dargestellt, und im Hintergrunde sind Schlachtfelder. 4 Hauptblätter des Künstlers von 1634. H. 184, Z. 9L.
Landschaften in der Manier des J. Van de Velde, Typis Jacobi de Heyden. H. 52, Z. 9L., Br. 4 Z. 9L. Dersehau’schen Cataloge sind 6 solcher Blätter erwähnt.
Die drei Magier: Melchior rex Nubiae, Caspar rex Tarsis, Balthasar rex Sabae, 3 Bl., Copien nach Bellange, kl. fol.
Schlösser mit Emblemen, 15 Blätter.
Das Schloss zu Heidelberg.
Die Abbildung des Domes zu Straßburg.
Das Bildnis des Grafen von Salm, 4.
Das Bildnis von J. Heller, 4.
Jenes des Herrn von Geroldseck, 4.
Das Portrait von A. M. Schurmann, 4.
Der Arzt J. L. Havenreuter.
Der berühmte Narr Claus.
Ferdinand II., römischer Kaiser, 1610, schönes Blatt in fol.
Sebastian Brandu, 1631, in 8.
Johann Georg, Bischof von Strassburg, kl. föl.
Folge von 5 Bildnissen in fol.: Kaiser Maximilian I., Carl V., Ferdinand I., Rudolph II., Maximilian III.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_1ITrAAAAMAAJ