Hess, Johann Benedikt, Glas - und Steinschneider , wurde 1672 zu Frankfurt a. M. geboren. Er schnitt anfangs in Glas; als aber diese Kunst ausser Mode kam, verlegte er sich allein auf das Gravieren in harte Steine. Er schnitt Löpfe und Figuren, vertieft und erhaben, und diese Werke wurden damals sogar für antik verkauft. — Hüsgen gibt ein Verzeichnis seiner Werke, aus den Büchern des Künstlers selbst. Darunter sind Cameen und Intaglios, auch ganze Figuren . Das Brustbild Alexanders des Großen, auf dem Adler stehend, kostete 600 Thlr., und die Statue des Julius Cäsar zu Pferd ist auf 800 Thlr. gewertet. Die beiden Stücke waren mit dem Postument nur 9 Zoll hoch. Die Brustbilder römischer Kaiser in Onix und Sardönix wurden mit 50–80 Thlr. bezahlt, wie jene von Hadrian, Pertinax, Posthumus, Alexander Severus, Commodus, Antonius Pius, Nerva, Galba, Tiberius etc. Auch in Jaspis und Smaragd schnitt er Köpfe.
Für den Rath der Stadt Frankfurt schnitt er einen Pokal mit dem Prospekt der Stadt, von welchem aber der Bediente des Künstlers, als er ihn an Ort und Stelle bringen sollte, den Fuß abbrach.
J. B. Hess starb 1736. Sein Bruder Sebastian half ihm bei der Arbeit.
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