Hermann, Carl Heinrich

Hermann, Carl Heinrich, Historienmaler und der Sohn eines Advokaten, wurde zu Dresden 1801 geboren und daselbst an der Akademie der Künste unter Professor Martmann in der Kunst unterrichtet. Hier hatte er durch Kopien nach den Meisterwerken der königlichen Galerie und durch eigene Compositionen bereits ein tüch- tiges Talent beurkundet, als er nach Düsseldorf zu Cornelius ging, wo dieser berühmte Meister damals noch die Direktorstelle behielt. Stürmer, Stilke und Götzenberger waren die ersten Schüler desselben, und an sie schloss sich Hermann an. Diese ge- schickten Künstler fanden durch die Vermittelung des Cornelius bald Gelegenheit, sich in öffentlichen Werken zu zeigen, und unserm Hermann wurde mit Götzenberger das colossale Unterneh- men in Bonn übertragen, nämlich die Darstellung der vier Facul- täten in der Universitäts-Aula. Hermann fertigte den Carton der Theologie, ein Werk von hohem Geiste, das aber durch die Man- gelhaftigkeit der Farbe an Wirkung bei der Ausführung vieles verlor. Götzenberger half in der Malerei dieses Bildes, und die Darstellungen der Jurisprudenz und Philosophie führte er später allein aus.

Als Cornelius nach München ging, begleiteten ihn mehrere tüchtige junge Künstler, und mit ihnen auch Hermann, welcher einer der ausgezeichnetsten darunter ist. Jene malten mit dem Meister in der Glyptothek, und auf eigene Rechnung in den Arkaden des Hofgartens in München. Von Hermann ist daselbst die Darstellung, wie Ludwig der Bayer den Gefangenen Friedrich den Schönen von Österreich entgegennimmt, eine schön gedachte, reiche Composition, mit edlen, charaktervollen Gestalten. Hiernach führte er das große Plafondgemälde der Himmelfahrt Christi in der neuen evangelischen Kirche zu München aus. Nach Vollendung dieser

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