Herbig, Wilhelm, Maler, wurde 1787 zu Sanssouci geboren und auf dem Gymnasium in Potsdam in jenen Wissenschaften unterrich- tet, welche ein Jüngling von Bildung sich eigen machen muss. Hier fand er auch Gelegenheit, seiner Lust zum Zeichnen nachzukom- men, und 1805 kam er nach Berlin , woselbst er unter drücken- den Umständen die Akademie der Künste besuchte. Im Jahre 1808.
1813 und 1814 machte Herbig den Befreiungskrieg mit, und obgleich diese Zeit ihm wenig erlaubte, den Kunststudien sich hinzugeben, so vernachlässigte er sie doch keineswegs, sondern suchte sich so viel als möglich zu vervollkommnen. Nach der Rückkehr betrieb er aber mit doppeltm Eifer seine Studien und man sah bald sinnreiche Arbeiten von seiner Hand. Dazu gehören einige Scenen aus dem erwähnten Irrenhof, die Schlacht von Culm, im Auftrage des Königs gemalt, die drei Grazien und eine Spinnerin, ebenfalls im Besitze des Königs. Letzteres Bild wurde in den Berliner Nachrichten 1836 S. 210 sehr gerühmt. Diese Spinnerin ist ein engelreines schönes Kind. Zu erwähnen ist ferner: die Mutter und die Wasserfluth, Eigenthum des Prinzen Carl von Preussen; eine Madonna, Christus und mehrere andere historische Bilder.
Im Jahre 1823 wurde Herbig wirkliches Mitglied der Akademie in Berlin und 1829 beehrte ihn die schlesische Gesellschaft für vaterländische Cultur mit dem Aufnahms-Diplom. Im Jahre 1831 wurde er Professor an der erwähnten königlichen Akademie, wo er den Unterricht der zweiten Klasse leitet, und außerdem hält er auch ein nicht unbedeutendes Atelier. Der Unterricht nimmt daher einen großen Theil seiner Zeit in Anspruch, aber doch malt er noch immer verschiedene Bilder, besonders auch Porträts, die großen Beifall finden. Die Kunstausstellungen zierten fortwährend schöne Gemälde von seiner Hand, historischen Inhalts und Genrestücke, so wie Bildnisse. Diese erscheinen öfter in bedeutungsvoller Umgebung, wie jenes des Majors von Wildermeth mit der Gegend von Aluschta am schwarzen Meere. In der Wellington-Galerie zu London ist sein Bildnis des Königs von Preussen.
Herbin — unbekannter Maler, nach welchem Denisot und Melan die Bildnisse des Cardinals Jac Davy du Perron gestochen haben.
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