Hennequin, Philipp Augustin

Hennequin, Philipp Augustin, Historienmaler , geb. zu Lyon 1765, gest. zu Tournay 1833. Er machte schon in der Zeichenschule seiner Vaterstadt reissende Fortschritte, und daher konnte er es zu Paris schon in jungen Jahren wagen, bei den besten Meistern Zutritt zu suchen. Zuletzt kam er zu David, und dieser zählte ihn unter seine besten Schüler. Es wurde ihm auch der grosse Preis der Malerei zu Teil, worauf er nach Italien ging, um seine Studien fortzusetzen, allein erst nach seiner Rückkehr machte er als Künstler Aufsehen, mit einem 15 F. langen und 12 F. breiten Bilde, welches den von den Furien verfolgten Orest vorstellt, ein Werk, das auf mehrfache Weise besprochen wurde. In dem Coup d’oeil sur le salon de l’année VIII, par Ermönard heißt es, dass sich dieses Bild dem reinen und ernsten Styl der alten italienischen Schule nähert, und auch Landon (annales I. 215) gibt ihm ein unbeschränktes Lob und zugleich den Umriss. Man ersehnt aber daraus keineswegs jene Grossartigkeit der Composition, die andere französische Kunstrichter preisen. Die Anordnung des Gemäldes ist nicht deutlich genug, und das Colorit erkannten auch die Franzosen nicht als durchgehends wahr. Der Ausdruck der Köpfe ist fast übertrieben, und manche Stellung demgemäss. Die Figur der Clytemnestra tadelte man als zu colossal, und dabei erscheint sie zu jung, um Orestes Mutter vorstellen zu können. Übrigens offenbart sich in diesem Bild eine reiche Phantasie; in noch höherem Grade aber in dem, welches den 10. August mit seinen schauderhaften Ereignissen oder den sogenannten Triumph des französischen Volks vorstellt. Der General Desaix rühmte damals im Corps législatif desswegen den Patriotismus und das Talent des Künstlers.

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