Hennequin musste in Folge der Revolution Italien bald verlassen, worauf er in Lyon Zuflucht suchte. Doch hier wurde der Künstler den 27. Juli 1794 eingekerkert

Hennequin musste in Folge der Revolution Italien bald verlassen, worauf er in Lyon Zuflucht suchte. Doch hier wurde der Künstler den 27. Juli 1794 eingekerkert, und gleiches Schicksal traf ihn auch in Paris , wohin er entflohen war. In dieser Stadt wurde er vor die Commission des Temple gestellt, und nur einem Kunstfreunde hatte er seine Rettung zu verdanken. In Freiheit gesetzt malte er jetzt den von den Furien verfolgten Orestes, und auf dieses Bild folgten mehrere andere, die ihm Achtung und Beifall erwarben. Im Museum führte er ein Plafondgemälde aus, und von seinen Schlachtgemälden stellen drei die Schlacht bei Nazareth, bei den Pyramiden und bei Quiberon dar. Seine Schlacht bei Nazareth gewann zwar nicht den ausgesetzten Preis von 12.000 Liv., sie zog aber noch mehr die Aufmerksamkeit auf sich, als das Preisbild. Diese Bilder fanden ihr Lob und ihren Tadel, und in der Schlacht bei den Pyramiden wollte man vor lauter Verwirrung keinen Ruhepunkt finden können. Nachtheilig war ihm besonders die Nähe der ähnlichen Darstellung von Lejeune, welches durch die schöne Anordnung und die Wärme des Colorits ansprach. Hennequin wusste ebenfalls kräftig zu coloriren, doch hat er sich hierin nicht immer gleich gezeigt. Unter den historischen Bildern erwähnt man aus jener Zeit seine Elektra, im Schmerze an Orestes Schulter gelehnt. Hennequin war auch einer jener acht Künstler, denen Napoleon den Auftrag ertheilte, für den Salon von 1808 eine Folge von großen Bildern mit Darstellungen der Ereignisse aus dem Feldzuge gegen Deutschland zu malen.

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