Helfenrieder, Christoph

Helfenrieder, Christoph, Maler, und vermutlich ein Bayer von Geburt. Wenigstens war er Hofmaler in München , und hier ehelichte er eine Ursula Tannauer, die ein Ideal weiblicher Schön- heit gewesen sein soll. Ein Offizier glaubte ihr nächtliche Visi- ten machen zu dürfen, was aber der Maler nach wiederholter Ab- wehr endlich so ungünstig aufnahm, dass er den Helden ermordete. Nun floh er mit seiner Frau nach Schnalls im Vintschgau, und hier fertigte er im Carthäuserkloster mehrere Gemälde. Endlich zog er nach Meran , und hier wurde ihm 1618 ein Sohn, Namens Valentin, geboren. Um jene Zeit machte man ihm von Seite des Hofes in München Aufträge zur Rückkehr, doch der Künstler traute selbst der gelobten Amnestie nicht recht, und blieb in Meran, wo ihn 1635 die Pest dahinraffte.

In der Pfarrkirche zu Meran ist ein Altarbild mit den Heiligen Fabian, Sebastian und Rochus von ihm gemalt, und auch andere Bilder sind in Meran von ihm zu finden. Martin Kuoller erklärte sie als wahre Meisterstücke. Diese Nachricht bringt der Bote von Tyrol 1823, No. 902.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_1ITrAAAAMAAJ