Heinz, Joseph. — Heinz

Heinz, Joseph. — Heinz, Daniel, _ 67

welcher Zeit er für den Kaiser mehrere Antiken und Gemälde er- warb, auf die Werke desselben ein besonderes Augenmerk gerich- tet zu haben. Auch nach seiner Rückkehr war sein erstes Ge- mälde, eine Leda, in Correggio’s Manier gemalt, und bis zur Täuschung nachgeahmt. Hierauf malte er Diana, im Bade von Aktäon belauscht, und den Neid der Künstler erregte sein Raub der Proserpina. Man brachte dem Kaiser bei, Heinz habe den

Gegenstand von einem großen italienischen Meister entlehnt, und Rudolph befahl daher dem Künstler , das Bild zum zweiten Mal zu malen, was ihm fast noch besser gelang.

Seine Gemälde sind zahlreich, in großem und kleinem Formate, und sie verdienen unter den Werken der Manieristen immerhin einen hohen Rang, da aus ihnen ein großes Talent spricht. Sie mussten jedenfalls die Augen seiner Zeitgenossen bestechen. Die kaiserliche Gallerie in Wien hat neun Gemälde von seiner Hand, und in der Dresdner Sammlung ist der erwähnte Raub der Pro- serpina, der von Guarienti für ein Werk des Giulio Romano ge- kauft und gehalten wurde, bis der Stich des L. Kilian den Irr- thum entdeckte. Gestochen ist auch die Ueberraschung der Diana, in einem großen Blatte von E. Sadeler, der auch das schöne Bildniss des M. de Vos und eine Grablegung in Kupfer brachte. Vie überhaupt wurden mehrere Bilder dieses Künstlers in Kupfer ge- stochen, besonders von den beiden erwähnten Künstlern, von Hollar, D. Custos und von J. Major, Waldrich hat für Sand- rart’s Akademie Heinzens Bildniss gestochen.

Mit der Angabe seines Sterbejahres ist es ebenfalls nicht ganz richtig. „Einige sagen, Heinz sei 1600 in Prag gestorben. In Prag ließ ihm wenigstens seine Gemahlin Regina Gretzer ein Monu- ment setzen, auf welchem 1609 als das Todesjahr bezeichnet ist. Füssly behauptet, der Künstler sei bald nach 1604 im 44. Jahre ver- schen, nachdem er in Augsburg das Siegelhaus gebaut hatte.

Seine Zeitgenossen in Prag waren B. Spranger, J. Breughel, R. Savery und Hufnagel.

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