Heinrich, Johann Philipp, Landschafts- und Genremaler, wurde 1800 in Nürnberg geboren und anfänglich zur Handlung bestimmt, die aber für ihn weit weniger Reiz hatte, als die Zeichenkunst , welche er in seinen Nebenstunden immer fleißig übte. Im 10. Jahre entsagte er endlich der Kaufmannschaft gänzlich, um Maler zu werden. Er besuchte jetzt einige Zeit die Nürnberger Zeichnungsschule, malte nebenbei Dosendeckel und kleine Porträts in Öl, und 1820 besuchte er die Akademie in München , da ihm König Maximilian ein Stipendium zufliessen liess. Hier ergab er sich mit Eifer dem historischen Fache, und dass er auch hierin Tüchtiges zu leisten im Stande ist, beweisen die Compositionen, die sich von seiner Hand fanden. Nebenbei malte er auch Porträts, und die verschiedenen Genrestücke machen den dritten Theil seiner trefflichen Werke aus. Mit besonderer Auszeichnung müssen seine Landschaften genannt werden, denn Heinrich gehört zu den besten lebenden Künstlern dieses Fachs, arbeitete dieses seit 1820 fast ausschließlich, nur das Genre gewährt ihm nebenbei manche höchst charakteristische Szene. In allen seinen Bildern herrscht große Wahrheit, eine reine durchsichtige Färbung und meisterhafte Auffassung. Seine Landschaften sind mit poetischem Sinne erfasst, von heiterem Charakter, Ruhe athmend, oft reizend durch die Schönheit der Form und die frappanten Lichteffekte.
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