Heinlein, Heinrich, Landschaftsmaler von Nassau-Weilburg, wo er 1803 geboren wurde und seine Gymnasialbildung erhielt. Später wählte sein Vater Mannheim zum Wohnorte, und hier musste der Sohn das Fach der Architektur ergreifen, da er einmal kein Maler werden sollte. Heinlein fand sich jedoch vor allem zur Ma- lerei gezogen und diese ward in München , wo er im 10. Jahre die Akademie bezog, das Fach seines Lebens. Er machte bald die erfreulichsten Fortschritte, und die mannichfaltige Naturanschau- ung in Bayerns malerischem Hochlande, in der Schweiz , und in Oberitalien erschloss ihm Auge und Sinn zur reinen, wahren Auf- fassung landschaftlicher Scenerie. Schon im Jahre 1825 verrieth er durch zwei grosse Ansichten aus Tyrol ein glückliches Talent, das in der grossartigen Behandlung und in der harmonischen Wirkung des Ganzen, die aus diesen Bildern spricht, Ungewöhn- liches zu leisten versprach. Der Erfolg täuschte die Hoffnung nicht, denn einige seiner folgenden Werke gehören zu den schön- sten und gediegensten der neueren Landschaftsmalerei. Heinlein ist ein genialer Künstler, gleich vorzüglich, er mag reine Por- traite der Natur zur Anschauung bringen, oder Theile derselben zum schönen harmonischen Ganzen vereinigen. Es offenbaret sich in seinen Gemälden ein hoher poetischer Geist, reine Naturan- schauung und ein zarter Farbensinn. Der Künstler gefällt sich oft im Farbenspiele, und in Vertheilung der Massen ist er ebenso verständig, als wohlgefällig in den Linien.
Heinlein lebt in München, wo überhaupt ein Verein von aus- gezeichneten Landschaftsmalern sich gebildet hat.
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