Heemsen, Jan van, Maler, auch Hemessen, wie er in Landon’s Annales du Musée XV. p. 125 genannt wird, und Guicciardini nennt ihn in der Descrizione dei Paesi-bassi. Antwerpen 1567 p. 108 Heemsen aus Antwerpen. Hier wurde er um 1500 geboren, seine Kunst übte er aber zu Harlem, wenigstens die längste Zeit. Seine Bildungsgeschichte ist unbekannt; C. van Mander sagt nur, dass Heemsen — doch wohl unser Künstler — mehr zur Antike geneigt und vom Modernen entfernt habe, was Fiorillo (Gesch. der z. K. in Deutschl. II. 466) unrichtig dahin übersetzt, dass er sich mehr zur alten als zur modernen Manier gehalten habe. In Van Mander’s Sprachgebrauch aber ist das Moderne stets die Weise des Mittelalters; er braucht (p. 204) altdeutsch und modern als gleichbedeutend und spricht sogar (p. 217) von der alten modernen Weise. Für jene Zeit gab es — wie Schnaase in den niederländischen Briefen S. 220 bemerkt — nur Antike und Mittelalter, das Moderne in unserem Sinne hatte noch keine Anerkennung.
Unter Napoleon kam von diesem Künstler das Bild mit Tobias, welcher seinem Vater das Gesicht wieder gibt, in das Pariser Mu- seum, und dieses beschreibt Landon.
Die königlich kaiserliche Gallerie in Wien bewahrt sechs Ge- mälde von diesem Künstler: St. Hieronymus in der Wüste, St. Wilhelm, Christus ruft den Mathias zum Apostelamt, zwei andere Darstellungen dieser Art von 1537 und 1548, und das Bild- niss des Jan Mabuse.
In der Gallerie zu Düsseldorf befindet sich ein Ecce Homo mit vielen Figuren bezeichnet: Joannes de Hemessen pingebat Anno 1544. Die königlich bayrische Sammlung bewahrt das Gemälde, wel-
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