Harman, Blumenmaler zu Wien

Harman, Blumenmaler zu Wien, ein jetzt lebender Künstler, der sich mit seinen Bildern grossen Beifall erworben.

Carolus, Kupferstecher , der nach keinem Beinamen bekannt ist, woher einige glaubten, in ihm den Karl van Mander zu erkennen, andere aber meinten, J. Caraglio oder M. de Ravenna habe sich einigemal so genannt. Keines von Beiden gewährt Sicherheit, am wenigsten das letztere, da seine Stichweise mit jener des Caraglio nicht übereinstimmt. Er scheint ein Flamänder gewesen zu sein.

Wir finden folgende Blätter diesem Künstler zugeschrieben, von denen das erste mit dem Namen Carolus, die anderen mit einem Monogramm bezeichnet sind.

  1. Jesus, vom Gleichnisse des Seemannes predigend, Composition von mehreren Figuren, vorn in der Mitte drei Weiber sitzend, rechts im Grunde eine Gruppe von Leuten, links Ruinen mit kleinen Figuren: Luce 8. l*f 8 Z. 7 L., Br. 11 Z. 6 L. Auf einigen Abdrücken sollen die Worte stehen: Christus parabola — homines. Das Ganze ist im Geschmacke des L.'Lombardus, und wahrscheinlich nach dessen Zeichnung gefertiget.

Einige glaubten, der Verfertiger dieses Blattes sei Carl van Mander gewesen; allein es erinnert nicht an die Maner desselben.

  1. Die allegorische Darstellung der Gefräßigkeit, unter einer weiblichen Gestalt mit Krug und Fleischschüssel auf dem Schweine vorgestellt: Nihil gula quam ventris luxum etc. H. 82.8L., Br. 5 Z. 11 L.

Dieses Blatt soll zu einer Folge gehören, und ein anderes derselben den Geiz vorstellen, nach dem Cataloge der Sammlung des Marquis Malaspina di Sapnazaro zu schliessen.

  1. Eine allegorische Darstellung nach Salviati. Im Vorgrunde sitzen mehrere Figuren auf der Erde, und darunter ist ein Weib mit einem offenen Buche. Im Mittelgrund ist ein Mann mit einer Sphäre und daneben zwei Männer mit langen Bärten. Im Grunde sitzen Männer an der Tafel, auf welcher ein offenes Buch liegt. Dieses Blatt ist in fol. und das Zeichen ist auf einem Täfelchen. Ein Unbekannter hat es in Holz geschnitten.

  2. Das Bildnis des Erasmus von Rotterdam von Holbein gemalt, und nach einem Holzschnitt copirt. Statt der zwei Weiber, die sich in der Einfassung in einen Fisch enden, hat der Copist zwei Satyren angebracht. Die Grösse ist dieselbe wie im Original.

  3. Die Schlacht Constantins, nach Rafael’s Gemälde in der Sala di Constantino im Vatikan, in vier Blättern, von Heinecke angezeigt, Nachrichten etc. II.

  4. Eine Folge von hieroglyphischen Figuren, 24 Blätter in kl. fol.

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