Harriet, Fulgiron Jean, Maler von Paris , der in David’s Schule sich bildete. Er war ein treuer Anhänger dieses Meisters, und so wählte er ebenfalls gewöhnlich tragische und Revolutions-Szenen zur malerischen Darstellung. Im Jahre 1705 gewann sein auf dem Schlachtfelde sterbender Brutus den Preis, und einen gleichen erhielt im Jahre VII. sein Kampf der Horazier und Curiazier. Grossen Beifall erwarb ihm sein Gemälde, welches den Tod des Virgil darstellt und den großen Preis erhielt er 1802 mit dem Androclus in der Wüste. Dieses Bild ist in Landon’s Annales II. 29 im Umriss gegeben und in mehreren Theilen der Kunst gerühmt. Nach allen diesen Leistungen glaubte man die Hoffnung hegen zu dürfen, dass der junge Künstler seinem Zeitalter Ehre machen werde. Im Jahre 1804 ging er nach Rom und hier begann er ein großes Gemälde, welches den Horatius Cocles auf der Brücke vorstellt. Dieses Werk blieb unvollendet, da Harriet 1805 starb. Man nannte die Zeichnung und das Colorit bewunderungswürdig, und überhaupt galt Harriet damals als einer der besten Historienmaler in Rom. Darunter zählt ihn auch Schlegel in seinem Schreiben an Göthe, in der Jenaer allgemeinen Literatur-Zeitung-Intelligenzblatt Nro. 121 und 122.
Hart, Abraham van der. 567
Dieser Künstler , der zur Zeit unsers deutschen Schick in Rom
wär, erhob sich über das gewöhnliche Streben seiner Lands-
- Jeute bedeutend. Sein Horatius Cocles auf der sublicischen Brücke,
der in der französischen Akademie in Rom zu sehen ist, verräth
ein gründliches Studium. Die lebensgrossen Gestalten haben Le-
bendigkeit und charakteristischen Ausdruck, was damals den meisten
französischen Künstlern fehlte. Es ist also immerhin der frühe
Tod des Künstlers zu beklagen.
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