Harlow, Maler zu London

Harlow, Maler zu London , wurde geboren und, mit unge- wöhnlichem Talente begabt, auf der Akademie jener Stadt in die Grundsätze der Kunst eingeweiht. Später besuchte er Rom und hier copirte er 1817 in 18 Tagen Rafael’s Transfiguration. Er vollendete auch in wenigen Tagen das Gemälde mit dem Cardinal Wolsey, wie er den Cardinalshut empfängt. Dieses Bild machte er bei seiner, in dem bezeichneten Jahre erfolgten, Aufnahme in die Akademie, zum Geschenke. Ein vorzüglich bemerkenswerthes Bild ist auch jenes, welches das zum Urtheilsspruch über die Königin Catharina versammelte Gericht darstellt. Hier herrscht in den Köpfen grasse Mannichfaltigkeit des Ausdruckes. Im Jahre 1820 bewunderte man sein Gemälde, welches ein Mädchen vorstellt, welches ihrer um ein Jahr älteren Schwester verkündet, dass der Tag ihrer Verlohung sehr nahe sei. Der Ausdruck der Charaktere ist bewunderungswürdig. Nach dieser Zeit dürfte dieser Künstler wenig mehr gemalt haben, denn 1823 beklagt man schon seinen Tod, welcher zu früh ein schünes Talent raubte, das sich in herrlicher Frühreife zeigte. Harlow besass grosse technische Fertigkeit, doch nahm er es mit der Zeichnung nicht immer ganz genau. Seine Gewänder sind trefflich behandelt und in der Fär- bung erinnert er an Rubens.

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