Hans Steinmetz von Mingolzheim, Bildhauer und Baumeister , der schon 1451 arbeitete und noch , wenn wir nämlich annehmen, dass von einem und demselben Künstler die Rede sei. C. Jäger, (zur Kunstgeschichte des Mittelalters aus den Neckargegenden im Kunstblatt 1820 Nro. 21), fand im Archive zu Wimpfen eine Notiz, aus welcher erhebt, dass mit Meister Hansen dem Steinmetzen, „vff Sontag ante.Cathari. anno ,“ wegen Anfertigung eines Sakramenthäuschens für die Pfarrkirche der Contrakt geschlossen wurde. Es wurden ihm dafür 0 Gulden bedungen, aber das Werk musste, nach dem damaligen Ausdrucke, „etwas scheinbar, auch nützlich und nach seiner eheren zierlich“ seyn. Zu gleicher Zeit erhielt er auch den Auftrag, daneben ein Fenster zu machen, wofür er 11 Gulden haben sollte, mit der Bedingung, dass er noch den Chor weisge. Das Sakramenthäuschen und das schöne Fenster ist noch vorhanden.
Dieser Hans Steinmetz arbeitete am Neckar noch mehreres. In Berichte der Leipziger deutschen Gesellschaft 1820 S. 20 heißt es, dass er den Bau der Kirche zu Lauffen am Neckar geleitet habe, und auch bei der Erweiterung der St. Kilianskirche zu Heilbronn war er thätig. Dieses ersehen wir aus den ältesten Ordnungen der Straßburger Hütte, die in J. Heldmann’s ältesten Denkmälern der deutschen Freimaurer-Brüderschaft (Aarau 1810) abgedruckt sind. Da heißt es einmal im Verzeichnisse der Steinmetzen: Meister Hans von Wimpolzheim, meister des Bauwesens zu Heilbronn, hat diez Buch globt zu Speyer 1464. Zugleich ersehen wir, dass Hans 1464 auf einem Jahrtage die Ordnung deutscher Steinmetzen beschworen. Es ist aber etwas auffallend, dass Meister Häns erst 1461 in der Bauhütte erscheint, und man möchte fast läuten, dass der Bildhauer von 1451 mit dem Baumeister von Mingolzheim nicht eine Person sei. Letzterer arbeitete nach dem erwähnten Berichte noch 1464, und wenn nur von einem Künstler die Rede ist, so muss er damals schon sehr bejahrt gewesen seyn.
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